Erich Täubert (Constanta)

Patentgeschichte - Industriegeschichte - Geschichten rund ums Bleistiftspitzen

 

Erich Täubert (Berlin) und die Spitzmaschine Constanta

 

Hier wird über Erich Täubert berichtet, der in Berlin mit Bürowaren handelte und zeitweise auch eine eigene Bleistiftspitzmaschine unter dem Namen Constanta vertrieb.

Ich freue mich sehr über jeden Hinweis zu Erich Täubert, seiner Familie, seiner Firma und natürlich seiner Spitzmaschine (siehe Kontakt). Gern können Sie auch etwas ins Gästebuch schreiben!

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Erich Täubert (Berlin)

Erich Täubert war ein Berliner Bürowarenhändler und taucht 1930 im Berliner Adressbuch auf und zwar als Vertreter, angesiedelt SW 68, Hollmannstr. 11:

Diese Adresse bleibt die ganze Zeit, wo man ihn durch Adressbücher vefolgen kann, unverändert. Seine Wohnung war aber wohl nicht dort. Für 1939/40 gibt es zumindest einen Wohnungseintrag "Mariendorf Popperstr. 24"

Im Jahr 1931 ist er auch unter "Pappscheren" notiert.

1933 findet sich für Erich Täubert Eintäge unter Bleistiftspitzern und Bleistiftspitzmaschinen:

Unter "Heftmaschinen" ist notiert:

Auch später im Jahr 1940 gibt es eine ganze Reihe von Einträgen von Erich Täubert und zwar unter Brieföffner, Geldzählkassetten, Heftmaschinen und auch Bleistiftspitzmaschinen. Hier der Eintrag unter Heftmaschinen:

Man erfährt, dass Täubert Vertreter sowohl des Heft-Athlet, als auch der Lasch- und der bekannten Trioh-Hefter war. Diesen Eintrag gibt es auch 1943.

Er war 1940 Vertreter der Iduna - und Clou - Bleistiftspitzmaschinen, auch 1943 gibt es noch diesen Eintrag.

Auch nach dem Krieg war Erich Täubert noch in Berlin als Bürohändler tätig. 1950 - 1973 (!!) ist er als Großhändler SW 68, Ritterstr. 123 eingetragen. 1952 und auch 1962 gibt es auf der Popperstr. 24, wo er ja wohnte, einen Eintrag Hedwig Täubert.

 

Arthur Täubert und Max Taubert

Neben Erich Täubert taucht in den Berliner Adressbüchern auch ein Arthur Täubert auf und zwar unter der exakt gleichen Adresse:

Während Erich die Iduna und Clou der Leipziger IDEA GmbH vertrieb, handelte Arthur mit der Hamburger Jupiter-Bleistiftspitzmaschine von Guhl & Harbeck. Diesen Eintrag gibt es im Berliner Adressbuch sowohl 1940, als auch noch 1943. Offensichtlich handelt es sich bei Arthur Täubert um einen Verwandten von Erich Täubert, z. B. einen Bruder. Er wohnte 1940 SW 29, Bergmannstr. 54. Auch noch nach dem Krieg wurde dort der Handel lange weiter geführt. Es gibt aus dem Jahr 1968 noch einen Eintrag einer Dorothea Täubert, Bürobedarf, vielleicht von seiner Frau oder Tochter?

Weiterhin taucht auch ein Max Taubert als Vertreter für Bürogeräte auf.

So findet man 1940 und 1941 folgenden Eintrag:

Er vertrieb also Bürogeräte von Eugen Courant, der auch eine Spitzmaschine herstellte. Wahrscheinlich hieß er tatsächlich Taubert, hier handelt es sich wohl nur um eine zufällige Namensähnlichkeit.

 

Constanta - Die Bleistiftspitzmaschine von Erich Täubert

Die Spitzmaschine Constanta war eine der vielen in Deutschland vertriebenen Cuttermessermaschinen und zwar mit 6schneidigem Messer.

Sie wurde wahrscheinlich Anfang der 1930er Jahre verkauft. Im Jahr 1931 erschien in Burghagens Zeitschrift für Bürobedarf eine Anzeige zu dieser Maschine.

Sie ähnelt sowohl der Avanti - Spitzmaschine der damaligen Zeit, als auch der Leipziger Simplicia.

Hier Abbildungen eines erhaltenen Exemplars:

Es ist das typische "Avanti - Design" zu erkennen. Allerdings hat die Maschine kein Blechschild, wie die Avanti.

Es ist ein Hebel zur Verstellung der Minenlänge vorhanden. Die Stiftaufnahme ist einfach gestaltet. Man muss den Stift mit Kraft durch die Halterung drücken. Beim Rückwärtsdrehen der Kurbel öffnet sich die Stiftaufnahme nicht.

Hier eine Abbildung aus einem 1936er Bürowarenkatalog, wo Messersterne u. a. für die Constanta (dort Konstanta geschrieben) angeboten wurden. Anders als die Abbildung zeigt, waren sie eigentlich genauso groß, wie die für den Marktführer der Cuttermesser-Spitzmaschinen, der Avanti: