Rasierklingen-Bleistiftspitzer Beco


Der Rasierklingen- Bleistiftspitzer Beco (Leischner / Berlin)


Ich freue mich sehr über jeden Hinweis zu Rasierklingen-Anspitzern oder deren Hersteller (siehe Kontakt).

Gern können Sie auch etwas ins Gästebuch schreiben! Ganz besonders gilt das für den noch unbekannten Spitzer Beco!!

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Der Rasierklingenspitzer Beco von Karl Leischner (Berlin) 

letzte Änderung: Oktober 2025

Der Rasierklingen-Bleistiftspitzer Beco war einer von mehreren Varianten diesen Typs, die insbesondere in Deutschland hergestellt und verkauft worden sind. Er kann zur Zeit hier noch nicht im Bild gezeigt werden.

Hier ein Werbeblatt, was einige Informationen gibt:


Unterzeichnet ist das Blatt von K. Leischner, Müggelstr. 30 in Berlin - Lichtenberg O 112.

Der Text ist wie üblich in solchen Werbungen sehr überschwänglich und übertreibend formuliert. Natürlich ist "Beco" der beste Bleistiftspitzer der Welt! und "Millionen gebrauchter wertloser Rasierklingen werden durch Beco wieder nutzbar gemacht".

Nach der handschriftlichen Eintragung könnte er 0,65 bzw. 0,85 Mark gekostet haben. es wird ausgeführt, dass man die Rasierklinge 4x in verschiedenen Stellungen in dem Spitzer nutzen kann. 

Ob Leischner auch der Hersteller oder nur der Verkäufer ist, bleibt unklar. Es handelt sich um Karl Leischner (vollständige Vornamen wahrscheinlich Günther Karl Hermann Gustav, 1883 bis 1938(?)). Im Industrie und Handels-Adressbuch Berlin / Mark Brandenburg 1922 wird er mit der Adresse unter "Schleif- und Polieranstalten" geführt, er selbst als "Schleiferer", ähnlich 1923. Im Adressbuch 1924 dann als Gürtlermeister, im Adressbuch 1925/1926 ist er dann mit "Stahlwarenhandlung" verzeichnet, 1927 mit "Gürtler", 1928 wieder als "Schleifer". 

Das Werbeblatt ist leider undatiert. Die Eintragungen in den Adressbüchern könnten auf die Jahre 1925/26 deuten, was aber eigentlich zu früh wäre. Der früheste Hinweis auf solche Spitzer ist bisher ein Patent von Ende 1926. Es wird erwähnt, dass es ein Gebrauchsmuster gibt und dass "Patente" angemeldet sind. Diese können bisher nicht zugeordnet werden. Für den Karl Leischner sind jedenfalls keine Patentdokumente auffindbar.

Der Name Beco kann aber einen Hinweis auf den wirklichen Hersteller geben. In Dresden existierte damals in den 30er Jahren eine Beco Maschinenfabrik GmbH, die vor allem Maschinen zum Schneiden von Tabak - Dresden war ein Zentrum der Zigarettenindustrie - herstellte. Die Firma hatte auch eine Reihe von Patenten zu Schneidvorgängen, aber nicht im Zusammenhang mit dem Bleistiftspitzen, das Schneiden übernimmt beim Rasierklingen-Bleistiftspitzer hier ja sowieso die abgenutzte Rasierklinge.


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