Bleistiftspitzer 1851-1860

Patentgeschichte - Industriegeschichte - Geschichten rund ums Bleistiftspitzen

 

Zur Geschichte der Bleistiftspitzer zwischen 1851 und 1860

 

 

Vorbemerkungen zu dieser Seite (noch im Aufbau)

Aufgrund eines familiären Hintergrundes (mein Großvater war lange Zeit Inhaber einer kleinen Spitzmaschinenfirma) beschäftige ich mich mit der Geschichte der Bleistiftspitzer und Spitzmaschinen. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf der Anhäufung möglichst vieler verschiedener Bleistiftspitzer, sondern auf der Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung mit einem besonderen Fokus auf die beteiligten Personen und Firmen. Über diese trage ich auch Informationen zusammen, die nicht unmittelbar mit der Bleistiftspitzerherstellung zusammenhängen. Ziel ist es damit auch, die Menschen und Firmen dadurch zu würdigen. Auch wenn die Seite noch unvollständig ist, bietet sie über die sehr frühe Zeit des Bleistiftspitzens die weltweit umfassendsten Informationen.

Das Textmaterial dieser Seiten darf nicht für kommerzielle Zwecke (dazu gehört ausdrücklich auch der Verkauf von Bleistiftspitzern und Spitzmaschinen auf Auktionsplattformen, wie z. B. ebay) verwendet werden. Dies gilt auch für die Verwendung von Bildern, eine andere Nutzung von Bildern ist prinzipiell vorher mit mir abzustimmen.

Ich freue mich sehr über Kommentare zu meiner Arbeit (siehe "Kontakt"). Ganz besonders schön wäre es, wenn Sie weiterführende Informationen oder Bilder zum Seiteninhalt hätten, auch wenn sie noch so unbedeutend erscheinen.

zur Übersicht über die Geschichte des Bleistiftspitzens

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Auch Anfang der 1850er Jahre ist die Erfindung / Entwicklung von Bleistift-Anspitzvorrichtungen vor allem in Frankreich angesiedelt, bis 1855 ein Amerikaner einen einfachen, industriell billig herstellbaren Bleistiftspitzer entwickelt und in großen Mengen herstellt. Danach dominiert die USA für lange Zeit den Bleistiftspitzer-Markt.

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1851 - Benoit-Théodore Warée (Frankreich)

Am 11. April 1851 meldete Benoit-Théodore Warée in Frankreich ein Patent zu einem Bleistiftspitzer an (Laufzeit 15 Jahre).

Auf einer Sitzung der "Société d'encouragement pour l'industrie nationale" am 16. Juli 1851 stellte ein Herr Chatelain einen neuartigen Bleistiftspitzer ("un nouveau taille-crayon") des Herrn Warée, Rue d´Argenteuil, 34 (Paris) vor. Im Sitzungsbericht heißt es: "Mr. Châtelain fait un historique des appareils ayant le même objet, et qui ont été présentés à la Société; il expose les motifs qui, selon lui, ont dû en empêcher l` emploi. Après avoir fait ressortir les conditions qu' un taille-crayon doit remplir, il décrit celui de M. Warée, et entre dans quelques explications pour en démontrer les propriétés ; il appelle sur cet instrument l'attention de la Société. Le comité des arts mécaniques est chargé d´en faire l`examen." Der Herr hat also etwas zur Geschichte solcher Geräte gesagt und dann das Gerät vorgestellt. Wenn ich richtig verstehe, soll ein Handwerksausschuss noch eine Prüfung durchführen.

Im Mai erschien ein Rapport von einem Signét Benoit über das Gerät von Warée. Hier der lange Text dazu:

Der franz. Text wurde noch nicht übersetzt, aber man kann feststellen, daß es sich um einen kleinen Gegenstand aus Kupfer (oder Messing ?) handelte, der mit einer auswechselbaren Schneidklinge funktionierte.

Am 2. November 1852 wurde zum oben genannten Patent ein Zusatzpatent angemeldet, hier wird seine Adresse in Paris mit Rue de Crussol Nr. 11 angegeben.

Am 1. Mai 1855 meldete Benoit-Théodore Warée wieder ein Patent mit der französischen Bezeichnung "Taille-crayon universel" an, was wahrscheinlich am 9. Juli 1855 erteilt wurde.

Am 22. Mai meldete er das Patent auch in Belgien an:

Die Anmeldung mußte über einen Belgier erfolgen, was Herr M. Drouhin aus Liege erledigte.

Am 18. Mai 1855 meldete er dieses Patent auch in Großbritannien an mit der Bezeichnung "a new or improved apparatus for sharpening pencils".

Hier eine kurze Beschreibung in Englisch:

Und hier noch eine deutlich ausführlichere Beschreibung, möglicherweise der Text des Patentes:

Es handelt sich somit um ein anderes Prinzip, als das der Patente von 1851/52. Der Anspitzvorgang soll durch verschieden geformte Feilen erfolgen, gegen die der Bleistift durch verschiedene, auch rotierende Bewegungen geführt werden soll.

Die Anmeldeadresse in Paris wird 1855 mit "Rue de Crussol, 11" angegeben. Heute sieht das Gebäude unter dieser Nummer so aus:

Der Beruf von Warée wird mit "horloger-mécanicien" angegeben, er war also Uhrmacher / Mechaniker und hatte eher nichts mit Papier- und Schreibwaren zu tun. Ganz in seiner Nähe (Rue de Crussol 15) war in den 1850iger Jahren ein Schreibstiftfabrikant ansässig und zwar Herr Nutzel-Berger. Vielleicht wurde er dadurch zu dem Bleistiftspitzer inspiriert.

In einem französischen Firmenadressbuch aus dem Jahr 1855 findet sich folgender interessanter Eintrag:

Hier wird also Warée auch als "Zivilingenieur" bezeichnet. Vor allem aber erfahren wir, dass es dort eine "Fabrik" für seine Bleistiftspitzer gab. Damit ist belegt, dass er sie (zumindest zeitweise) selber herstellte. Die Abkürzung "s. g. d. g." steht übrigens für "„Breveté Sans Garantie Du Gouvernement“ und bedeutet übersetzt „Patent ohne Garantie der Regierung“. Bei französischen Patenten wurde damals keine Patentprüfung durchgeführt.

1855 stellte Warée seinen Bleistiftspitzer auch auf einer Industrieausstellung in Paris aus, gemeinsam auch mit einem Barometer und einem Thermometer.

Benoit-Théodore Warée war nach ungesicherten Angaben mit Louise Victoire Paillet verheiratet. Ein Sohn war eventuell Théodore Edouard Auguste Warée, der am 12. Juli 1828 geboren wurde. Gesichert ist, dass er auch eine Tochter hatte und zwar Nicole Emilie Warée, die am 15. Dezember 1855 einen Fortuné Auguste Tramblay heiratete. In diesem Zusammenhang wird der Name der Frau von B-T. Warée mit Elisabeth Louise Paillet angegeben.

Auf der Basis gesicherter Informationen ist das Wirken des Herrn Warée bisher bis zum Jahr 1834 zurück verfolgbar. Hier stellte er auf einer Industrieausstellung aus, was folgender französischer Text beschreibt:

 

Seinen Patenten nach hat sich Warée wohl mit verschiedenen Dingen befasst. So erhielt er bereits am 6. Juli 1840 ein Patent "perfectionnements dans les mécaniques propres à fabriquer des bourses et au moyen desquels on obtient des dessins non encore produits par ces machines", also für eine Maschine zur Herstellung von Geldbörsen, welches er bereits am 22. April 1839 angemeldet hatte. Seine Adresse wird damals mit "Rue Bleue 18" in Paris angegeben. Am 2. Juni 1847 wurde ein Patent "pour un genre de cuir à rasoir" erteilt, was vielleicht eine Art Riemen oder Brett zum Schleifen/Schärfen sein sollte. Am 2. Juli 1853 erhielt er außerdem ein Patent "pour un système de baromètre métallique", also für einen metallischen Luftdruckmesser.

Nach mir vorliegenden Informationen gibt es tatsächlich eine Bleistiftspitzvorrichtung mit der Aufschrift "Waree a Paris". Diese soll der im nachfolgenden Abschnitt dargestellten Vorrichtung sehr ähnlich sein.

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1851/1852 - A. Marion & Co. / Papeterie Marion (Frankreich)

Am 5. September 1851 registrierte die Firma A. Marion & Co, 152 Regent Street, London, "fancy stationers" (Schreibwaren) ein Designpatent in England mit dem Titel "Pencil-cutter and sharpener". Am 13. März 1852 gibt es für diese Firma noch eine zweite Registrierung für einen Bleistiftspitzer, wobei es sich offensichtlich nicht um ein richtiges Patent handelte. Es besteht der Verdacht, dass es sich bei Marion´s Vorrichtung um die gleiche bzw. eine sehr ähnliche Vorrichtung handelt. Möglicherweise wurde der Vertrieb durch Marion übernommen oder auch die Fertigung und Verkauf. Dazu passt, dass Marion eben kein "richtiges" Patent hatte, sondern nur eine Designanmeldung in Großbritannien.

In einem englischen Buch aus dem Jahr 1854 findet sich folgende ausführliche Erwähnung der Eintragung im Jahr 1852 einschließlich einer Zeichnung:

In einer englischen Quelle aus dem Jahr 1853 steht die folgende ausführliche Beschreibung:

 

Auch in deutschsprachigen Ländern nahm man von der Neuerung Notiz und stellte sie vor, wie nachfolgende Beschreibung und Zeichnung aus dem Schweizerischen Gewerbeblatt im Jahr 1852 zeigt:

"Dieser kleine niedliche Apparat, für England registrirt, ist, wie mehrmonatlicher Gebrauch beweist, sehr gut geeignet, um eine immer gleichmäßige Zuschärfung des Holzes und Graphitstiftes, eine feine runde Spitze des letztern zu erhalten, und sehr angenehm im Gebrauch, weil die Finger von anhängendem Graphitstaub nicht beschmutzt werden.

a ist ein kurzer Elsenbeingriff mit Messingzwinge und an der Spitze mit Schraube zum Einsetzen und Abnehmen von b;

b ein massives Stück Messing, am vordern Theil höher und breiter als hinten. Darin ist c eine conisch zulaufende Höhlung angebracht. Diese hat einen Schlitz gegen die Seite d ihrer ganzen Länge nach;

d, d ein Stahlplättchen mit einer Schneide, die in dem hohlen Conus c liegt und wie ein Hobeleisen dienen muß. Dieses linealartige Stahlstück wird auf dem Messingstück b und zwar auf der rechten schrägen Seite f desselben mit der Schraube e, welche durch einen Schlitz in d geht, festgehalten, so daß aber der Schlitz verschiedene Stellungen von d, ein tieferes oder weniger tiefes Eingreifen in den Conus c möglich macht.

g, g sind zwei kleine Schräubchen, durch zwei Ansätze von b hindurchgehend, und dazu bestimmt, das Lineal d mehr am weitern oder am engern Theil des Kegels c einzuschieben, um es mehr auf den Stift oder das Holz wirken zu lassen.

h eine gegenüberliegende Schraube, welche das in b an einem durchbohrten Ansatz eingeschobene Stäbchen i festzuhalten bestimmt ist. An i sind die Flügel k, k, die verschiedene Stellungen zulassen, und dazu dienen, die Achse des Bleistiftes centrisch gegen den Conus zu stellen. Beim Gebrauch wird, wie es sich von selbst versteht, der Bleistift durch k in c eingeschoben, in der Richtung des Pfeiles mit der einen Hand gedreht, während die andere das Stäbchen a faßt."

Die Maschine wurde tatsächlich verkauft, hier eine Abbildung eines Exemplars:

Allerdings dürfte die Produktion nicht allzu groß gewesen und der Markt durch die nach wenigen Jahren auch nach Europa stark exportierten einfachen amerikanischen Handbleistiftspitzer begrenzt worden sein. Werbeannoncen begannen im Mai 1852 in den Londoner Zeitungen The Times, Illustrated London News, Morning Post und Morning Chronicle und endeten nach bisherigem Wissensstand 1858 in Globe und London Daily News.

Vor der ersten Werbeannonce fand sich folgender interessanter Eintrag in einer englischen Zeitung am 3. März 1852:

 

Hier eine Anzeige aus der Londoner Morning Post, die im Mai 1852 erschien:

Eine weitere Annonce aus der englischen Zeitschrift Art Journal vom Juni 1853:

Wir erfahren im Kleingedruckten, dass es den Bleistiftspitzer in Messing für 4 Schilling (1/5 Pfund Sterling) und in Neusilber (engl. Germany Silver) für 6 Schilling gab, der Versand kostete 4 Pence (1/3 Schilling) zusätzlich.

Bereits im Januar 1853 erschien die folgende Anzeige:

Hier wird der Preis mit 4 Schilling, 6 Pence (ohne Versand angegeben (wahrscheinlich für die Messing-Variante) angegeben.

Marion wurde nach vorherrschender Meinung etwa 1830 gegründet von Claude Mamés Augustin Marion (geboren 1794) und war zunächst ein Schreibwarengeschäft bzw. ein Papierhersteller für gehobene Ansprüche in Paris, Cité Bergère 14. Mir liegt jedoch eine Annonce aus einer französischen Zeitung aus dem Jahr 1815 vor, die belegt, daß es die Firma bereits zu dieser Zeit in Paris auf dem Montmartre gab. Die Firma entwickelte sich jedoch schnell zu einem bedeutenden Händler mit Sitz auch in London. In der englischen Hauptstadt war sie zunächst auf der Mortimer Street 19 (1842 - 1846), danach bis 1866 auf der Regent Street 152 ansässig. Die Firma hieß anfangs Augustin Marion (bis etwa 1846), dann Augustin Marion & Co. (um 1846), danach meist nur Marion & Co., bis dann durch Mitinhaberschaft des Sohnes Auguste Marion Son & Co. daraus wurde (ab 1867).

In einer englischen Zeitung schrieb man im Jahr 1852 über den gerade patentierten Bleistiftanspitzer:

"PENCIL CUTTER AND PENCIL SHARPENER - several attemps have at various time been made to facilitate the practice to cutting pencils, but we have seen no instrument producing such satisfactory results as one recently patented by M. Marion, of Regent Street. This instrument though small, is somewhat complicated in its appearance, but very simple in its operations; it cuts the pencil with a precision, and to a sharpness of the point, that no penknife, even in experienced hands, can effect, it also saves time, and what is of no considerable importants, it prevents the fingers becoming soild by the dust of the lead."

Diese Beurteilung ist ja sehr gut ausgefallen und man darf annehmen, daß dieser Bleistiftspitzer eine gewisse kommerzielle Verbreitung fand.

Am 18. November 1852 meldete die Firma "Papetier Marion" in Frankreich außerdem ein Patent mit dem Titel "Machine propre à plier, coller and compter les enveloppes de lettres" an, was dann am 23. Januar 1852 mit einer Gültigkeitsdauer von wahrsch. 15 Jahren erteilt wurde. Es ging also um eine Maschine, die Briefe falzen, zukleben und zählen kann. Bereits am 18. Mai 1840 erfolgte - vertreten durch M. Perpigma, Paris - eine Patentanmeldung mit dem Titel "Noveau papier à reflet prismatique dit papier des dames" (Gültigkeit 5 Jahre) an. Hier ging es um ein Spezialpapier nicht näher ergründlicher Ausführung.

Die "Papeterie" war zunächst im Papier- und Bürogeschäft tätig, legte den Schwerpunkt jedoch in den folgenden Jahren zunehmend auf das Photogeschäft. Die folgende, sehr umfangreiche Werbeannonce von 1859 gibt einen schönen Überblick über die wichtigsten Produkte Ende der 1850er Jahre. Die Firma bezeichnet sich selbst als "Manufacturing Stationers and Importers of Foreign Fancy Goods". Angeboten wurde hier auch der Bleistiftspitzer als "MARION´S PENCIL CUTTER".

Es heißt in der Anzeige: "The first introduced in this country, possessing the immense advantage of allowing the blade is come off to be sharpened when required". Der Preis wird dort wohl angegeben zu 2 Schilling.

Der bisher letzte Nachweis einer Werbung findet sich in einer englischen Zeitung im November 1859:

Hier noch einige Anzeigen aus englischen Zeitungen jener Zeit (1856 - 1859):

Die Firma entwickelte sich zum größten Vertreiber von photographischen Artikeln in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts innerhalb Europas. Logischerweise haben dabei Bleistiftspitzer keine Rolle mehr gespielt.

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1851 - Charles Rowley (Großbritannien)

Charles Rowley (23 & 24 Newhall St., Birmingham) registrierte am 16. Dezember 1851 in Großbritannien ein Design für "Rowley´s lead and slate pencils and crayon-sharpener". Andere Informationen oder Aktivitäten, die mit der Anmeldung im Zusammenhang stehen, wie Angebote solcher Spitzer sind nicht bekannt.

Am 22. Juli 1857 trug C. Rowley and Co., Birmingham, London and Manchester ein weiteres britisches Patentdesign ein mit dem Titel "The Excelsior Pencil Sharpener or General Coupe Crayon".

Bisher gibt es aber keine Beweise für einen Verkauf des "Excelsior Pencil Sharpener" oder einen "General Coupe Crayon". Technisch gesehen, sollte die Firma in der Lage gewesen sein, Bleistiftspitzer herzustellen, denn man arbeitete mit Metallen. In den Anzeigen von Rowley werden aber keine Bleistiftspitzer oder patentierte Schreibstifte erwähnt.

Ein "Excelsior Pencil Sharpener" wurde zu dieser Zeit auch nicht angeboten. Erst 1876 wurde eine einfache Bleistiftspitzvorrichtung von Perry & Co. (London) vermarktet. Noch viel später, nämlich 1891 bot eine Excelsior Manufacturing Company, New York, in Amerika einen "Excelsior Pencil Sharpener" an. Beide haben aber sicher nichts mit dem 1857er Patent von Rowley zu tun.

Es gibt lediglich einen kleinen Hinweis. 1861 erschien im australischen Sydney Morning Herald diese Annonce:

Hier ist von "Rowley´s patent slate pencils, sharpeners" die Rede. Es könnte sich vielleicht tatsächlich um den Rowley aus Birmingham handeln.

Charles Rowley - Aus seinem Leben

Charles Rowley wurde 1808 in Birmingham als Sohn von Rebecca und William Rowley geboren und am 6. Oktober in der Kirche Saint Martin getauft.

Er heiratete am 15. Feb 1830 Frances (geb. Green) Rowle, die wahrscheinlich schon etwa 1792 geboren worden und somit deutlich älter, als Charles war.

1851 wohnte Charles zusammen mit seiner Frau Frances, Charlotte Stanton (6 Jahre), Sarah Orchard (16) und Charlotte Huitt (26). Eigene Kinder tauchen hier nicht auf, aber Frances Rowley war bei ihrer Heirat auch schon deutlich über 40.

Seine Frau Frances starb bereits 1852, wahrscheinlich am 17. Februar.

Charles Rowley selbst am 7. März 1863. Hier ein Dokument zu seinem Testament:

Firma von Charles Rowley

Die Firma von Charles Rowley wurde bereits 1830 in Birmingham gegründet und ist heute noch in dieser Stadt, 12, Klaxon Industrial Estate, 745 Warwick Rd. als Hersteller/Händler von Gardinenzubehör tätig, was sehr bemerkenswert ist.

Hier ein Auszug von der Homepage "Charles Rowley have been supplying brass curtain accessories to the window furnishing industry for over 100 years. The company was originally established in 1830 with a patented version of the 'safety pin' but although we no longer produce this item, there are several products, which have survived. Our small, skilled and friendly workforce manufactures the majority of the items supplied at our premises in Birmingham, and where possible, using local suppliers of raw materials and superior finishers."

Quelle: https://www.charlesrowley.co.uk

1833 ist die Firma unter "Tool-maker" auf der 22 Newhall-street verzeichnet.

1840 meldete Rowley gemeinsam mit B. Wakefield ein britisches Patent an:

1849 lautet die Eintragung in einem Handelsverzeichnis wie folgt:

Rowley ist interessant, weil er einer der beiden Erfinder der Sicherheitsnadel ist. Deshalb sei hier ein kleiner Exkurs erlaubt. Er meldete am 12. Oktober 1849 ein Patent zu einem "safety pin" in Großbritannien an. Allerdings war ein Amerikaner etwas schneller. Walter Hunt meldete bereits am 10. April 1849 in den USA ein Patent mit der Bezeichnung "dress-pin" an. Er wird häufiger als der eigentliche Erfinder der Sicherheitsnadel genannt.

In einer Quelle aus dem Jahr 1880 kann man folgende Info finden:

"This safety pin was first made about thirty years ago, and was suggested by a man named Easthrupp, whose child had been pricked by one of the ordinary pins, to his employer, Mr. Charles Rowley, who patented the article. The patent expired about eighteen years ago, and since then there have been many other forms brought out, but none have held their ground. There has recently, however, been introduced into England from America, where it was patented, a variety of pin which possesses a distinct sheath or shield, and which is shown in Fig. 2. Such a pin is not quite so pleasing to the Fia. l. eye, and is somewhat more expensive than that shown in Fig. 1, but undoubtedly it is safer. One of the chief reasons for its being more expensive is in the process of manufacture."

Wenn das stimmt, hat Rowley bzw. eigentlich sein Mitarbeiter Easthrupp die Erfindung wirklich unabhängig von Hunt gemacht.

Am 30. November 1850 meldete Rowley dann auch noch ein Patent zu "dress pins and other fastenings" an.

Er meldete auch eine ganze Reihe von britischen Designpatenten an:

4. November 1843 "Safety Canvass Button"

28. Mai 1847 "Cigar tender and lighter"

16. Oktober 1847 "Cigar lighter and ash-pan"

19. Oktober 1848 "Handle for umbrellas, parasols, whips, and working sticks"

23. November 1848 "Improved ticket holder"

29. April 1851 "C. Rowley´s instructive card for carding dress fastenings"

22. November 1853 "Improved metallic shank for pearl, bone, horn and other buttons"

23. Oktober 1857 "Chas. Rowley & Co.´s Cambridge Belt Clasp"

23. Januar 1857 "Improved Buckls"

Im folgenden eine große Werbeannonce aus einem Buch im Jahr 1853:

Hier wird sehr anschaulich auf die patentierten "Safety pins" hingewiesen.

Ergänzend noch eine große Anzeige aus der früheren Zeit der Firma, von 1838:

Später am 23. Januar und am 28. Oktober 1857 wurden unter Charles Rowley & Co. Designs für einen "improved buckle" bzw. einen "belt clasp" registriert.

Im Birminghamer Adressbuch ist die Firma 1862 wie folgt verzeichnet:

Neben der Hauptniederlassung in 23 Newhall street in Birmingham sind auch zwei weitere Niederlassungen in 49 Aldermanbury in London sowie 1, High street in Manchster verzeichnet.

Nach dem Tod des Gründers Charles Rowley zog die Firma weg von der Newhall street und war 1868 dann 166, Great Charles street in Birmingham angesiedelt.

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1852 - Charles-François-André Pécaut (Frankreich)

Am 25. November 1852 wurde Charles-François-André Pécaut "employé à la direction des poudres èt salpetres (militärische Institution zur "Schießpulververwaltung" ?), Paris, Rue de la Cerisaie, 11" ein Patent mit dem Titel "Taille-crayon dit taille-crayon Pécaut" erteilt, welches am 25.10.1852 angemeldet worden war (Gültigkeitsdauer 15 Jahre).

Hier eine französische Beschreibung, die ich noch nicht versucht habe zu übersetzen:

Außerdem kann hier die Patentzeichnung aus dem Originalpatent gezeigt werden:

Abgesehen von dem genannten Patent gibt es keine weiteren Hinweise auf den Bleistiftspitzer, wie z. B. eine kommerzielle Vermarktung.

Über Pécaut findet man im Zusammenhang mit der 1848er Revolution auch die Info "vérificateur de la direction de poudres, rue de la Cerisaie, capitaine de la compagie de garde national de Cornu".

Pécaut meldete bereits am 9. Mai 1846 (Veröffentlichung 15. Juli) ein französisches Patent "tube porte-lumière dit photophore-siphonan". Als Anmeldeadresse wurde damals Rue de la Cité 1 in Paris angegeben. Im nächsten Jahr wurde am 8. Mai 1847 ein Patent erteilt "pour un tube porte-lumière". Am 11. Januar 1850 meldete er weiterhin ein Patent "genre de pipe dit porte-pipe Pécaut" an, was am 12. März veröffentlicht wurde. Auch wenn die Erfindung nichts mit dem Bleistiftspitzen zu tun hat, wird die recht sehenswerte Patentzeichnung hier wiedergegeben:

Die Adresse wird nun schon wie beim Spitzer-Patent mit "Paris, Rue de la Cerisaie, 11" angegeben.

Später erhielt er am 25. September 1855 gemeinsam mit einem Herrn Aubrespy ein Patent "système de conservation des fromages de Roquefort dit conserve Marel" (da ging es also um die Konservierung von Käse!) und am 9. Oktober 1858 ein weiteres Patent "pour un press à parallélogramme mobile, presse-feuilles Pecaut". Auffallend ist die mehrmalige Nennung seines Namens im Patenttitel. Am 23. Juni 1859 meldete er dann noch ein Patent "application du photophore" an.

Er zog etwa 1860 nach Bagnolet (nahe Paris), Grande Rue 138 / 140. Am 9. Dezember 1862 erhielt er unter dieser Adresse ein Patent mit dem Bezeichnung "pour un système de pince dite excentrique pince ou pince Pécaut, destinée principalement au séchage des feuilles de carton-pâte". Er war dort Inhaber einer Fabrik für Kartonwaren ("fabricant de carton/carton-pâte"), das Patent stand im Zusammenhang mit der Trocknung von Karton. In einem Branchenverzeichnis von 1862 ist die Firma mit "Pécaut et Dumant" (Mignon/Bagnolet) bezeichnet.

In den nächsten Jahren erhielt er noch weitere Patente:

- 2. Juli 1864: "pour un système de talons mobiles pour la chaussure, dits talons Pécaut"

- 25. September 1865: "pour moulin concasseur à rondelles mobiles"

- 16. November 1865: "pour un système de bouchage dit fermeture hermétique Pécaut, applicable aux bouteilles et vases destinés principalement aux conserves alimentaires"

Letzeres Patent meldete er auch in Großbritannien mit dem Titel "Improvement in bottle stoppers and in the method of fastening the same hermetically".

Pécaut ist wahrscheinlich 1867 gestorben.

Über eine tatsächliche Herstellung seiner Bleistiftspitz-Erfindung ist nichts bekannt. Diese ist auch eher unwahrscheinlich, da er sich mit ganz verschiedenen Dingen beschäftigte.

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In einem Conversationslexikon von Brockhaus wird 1851 über die Spitzer geschrieben:

"Zum Spitzen der Maschine hat man eine kleine, recht sinnreiche Maschine, Bleistiftspitzer oder Anspitzer, erfunden, deren Wirkung auf einer rotirenden cylindrischen Feile beruht. Einfachere Vorrichtungen zu gleichem Zwecke bestehen aus einer rinnenartigen geraden Feile, in welcher man den Bleistift herumdreht und hin und her zieht."

Teilweise war man damals wohl noch nicht wirklich vom Nutzen der Bleistiftspitzer überzeugt. So wird im "Kleinen Brockhaus`schen Conversations-Lexikon für den Hausgebrauch" von 1854 geschrieben:

"Zum Spitzen der Bleifedern hat man zur Zeitersparnis künstliche Bleistiftspitzer erfunden, die aber viel Bleifedern und viel Zeit kosten; eine Feile ist der beste Apparat dazu."

In einer deutschsprachigen Wochenzeitung des Polytechnischen Vereins in Würzburg wird 1854 geschrieben:

"Vorlage einer neuen Art von Bleistift-Spitz-Maschine aus Paris, durch Hrn. Rechtsprakticanten E. Huberti (Ihrer Einfachheit und möglichen billigen Herstellung wegen empfehlenswerth)."

In einem deutschen Katalog einer umfangreichen Mustersammlung des polytechnischen Vereins in Würzburg sind auch zwei Bleistiftspitzer (leider natürlich ohne Abbildung) eingetragen, hier zunächst das Katalogdeckblatt:

Mit den Katalognummern 3277 und 3278 (man hatte durchnummeriert, der Katalog geht bis 6634 !!) ist da ein "Patent-Bleistiftspitzer mit verstellbarem Messer" (aus Deutschland ??) und ein "Bleistiftspitzer einfacher Construktion (Paris)" eingetragen. Der Pariser Spitzer wurde 1855 angeschafft.

In Pierer's Universal-Lexikon aus dem Jahr 1857 ist notiert "In neuester Zeit hat man zum Spitzen der Bleistifte eine besondere Maschine Bleistiftspitzer (Anspitzer) erfunden, welche in einer rotirenden cylindrischen Feile besteht".

Über das weitere Auftauchen von Spitzern in den Jahren bis 1860 wird weiter unten informiert.

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1853 - Louis-Théophile-Félix Canier (Frankreich)

Louis-Théophile-Félix Canier meldete am 28. Januar 1853 in Frankreich ein Patent "pour un système d`encrier taille crayon" an, was 15 Jahre Gültigkeit hatte. Seine Adresse wird mit Rue du Faubourg Saint -Denis Nr. 101 (Paris) angegeben.

Hier die Patentzeichnungen aus dem Originalpatent:

 

Ich kann nun auch einige Fotos von alten Bleistiftspitzern aus Messing zeigen, bei denen es sich offensichtlich um Spitzer nach dem Patent von Canier handelt. Sie wurden also tatsächlich produziert und blieben in Einzelstücken bis heute erhalten.

Mit freundlicher Genehmigung von Howard Levin

Auf dem letzten Foto ist auf der Unterseite die eingravierte Beschriftung BREVET(E) zu lesen, französisch für "Patent".

Auf einer Pariser Industrieausstellung im Jahr 1855 stellte Canier Bleistiftspitzer aus.

Wir erfahren, dass er jetzt Rue Corbeau, Nr. 15 in Paris wohnt und dass er Bleistiftspitzer ausstellt, die aus Kupfer, Gußeisen, Elfenbein, Buchsbaumholz, Horn bestehen oder vielleicht aus diesen Materialien gemacht sein könnten.

Am 11. Februar 1856 - immer noch Rue Corbeau 15 wohnend - meldete er ein weiteres Patent zu einem Spitzer an.

Weiterhin gab es am 9. September 1857 noch eine französische Patentanmeldung zu einem Bleistiftspitzer.

Im Jahr 1858 wird seine Adresse dann mit Rue Corbeau 25 angegeben.

Die Eltern von Louis-Théophile-Félix Canier waren wahrscheinlich Gaston und Simone Canier (geb. Bardet). Canier war wahrscheinlich mit Marie Madeleine Catherine Canier (geb. Blansey/Blenzey) verheiratet. Seine Tochter hieß Henriette Alexandrine und wurde am 17. August 1848 geboren. Sie heiratete Jean Baptiste Victor Nanteuil.

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ab 1854 - Amerikanische Handspitzer aus Bangor

Walter Kittredge Foster / Foster Manufacturing Co. (USA)

und danach

Joseph W. Strange / Samuel Darling

Wegen der besonderen Bedeutung der amerikanischen Handbleistiftspitzer aus den 1850er Jahren wurde eine extra Seite erstellt.

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1854 - Bleistiftspitzer in Deutschland

Im Dezember 1854 erschien im Kurier für Niederbayern eine kleine Anzeige für Bleistiftspitzer:

Nach Werbung im Jahr 1836 ist bisher in den 1840er Jahren keine Werbung für Bleistiftspitzvorrichtungen in Deutschland nachweisbar.

Leider erfahren wir nicht die Quelle der Spitzer. wobei Amerika Ende 1854 noch nicht in Frage kommt.

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1854 - "Pencil sharpeners" in Australien

Im Februar 1854 erschien in Australien der bisher ältetste bekannte Hinweis auf "Pencil sharpeners" in der Sydneyer Zeitung Empire:

 

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1854 - Louis-Marie Paulmier (Frankreich)

Am 30. Juni 1854 meldete Louis-Marie Paulmier ein Patent "Taille-crayon" an, was dann am 30. August 1854 für 15 Jahre erteilt wurde. Er war Mechaniker und wohnte zu der Zeit Rue du Faubourg-Poissonnière Nr. 36 (od. 136) in Paris. Am 28.12. dieses Jahres wurde noch ein Nachtrag veröffentlicht.

Hier die Zeichnung aus dem Patentanmeldung:

Bereits am 9. Februar 1850, noch wohnhaft in Faubourg-Saint-Martin Nr. 98 erhielt er ein Patent "pour un appareil en verre ou cristal, servant à faire le mélange des liquides, et principalement de l'absinthe avec l'eau".

Mehr ist über ihn bzw. eventuell von ihm tatsächlich hergestellte Bleistiftspitzer nicht bekannt.

Louis-Marie Paulmier war wahrscheinlich seit 1827 mit Marie Célestine Canonne verheiratet. Seine Eltern hießen wahrscheinlich Michel Paulmier und Marie Legrand.

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1855 - Desponts und Hubert (Frankreich)

Die Herren Pierre-Francois Desponts und Alfred-Joseph Hubert meldeten am 27. Juli 1855 ein 15 Jahre laufendes Patent mit dem französischen Titel "perfectionnements aux taille-crayons, etc" an, was dann am 9. Oktober desselben Jahres veröffentlicht wurde. Die Anmeldeadresse der Erfinder war Rue des Gravilliers 17 in Paris. Desponts wird als "tourneur en optique" bezeichnet und Hubert als "mecanicien".

Hier die Patentzeichnung aus dem Originalpatent:

In einem Adressbuch von 1856 gibt es folgenden Eintrag in Übereinstimmung mit den Patentanmeldedaten:

Desponts et Hubert, fab. d´instrum. d´optique, Gravilliers, 17

In den Jahren 1854/55 fehlt dieser Eintrag noch.

Desponts stellte tatsächlich auch Bleistiftspitzer her, wie folgender Ausschnitt aus einem Pariser Branchenbuch 1857 beweist.

Es heißt "fab. de taille-crayons de tous les modéles", also "Fabrik(ation) von Bleistiftspitzern aller Modelle". Welche Modelle das sind, erfahren wir natürlich leider nicht.

Er scheint innerhalb der Straße umgezogen zu sein und es fehlt auch der Name Hubert.

Neben den Anspitzern wurden von Desponts unter der Adresse auch weiterhin optische Geräte hergestellt:

Im Jahr 1858 hat sich die Adresse schon wieder geändert, sie lautet nun:

Desponts, Ménilmontant, 87

Desponts ist als "tourneur en cuivre" eingetragen. es gibt auch eine Nennung in der Kategorie "furnitures de bureau", allerdings ohne Spezifizierung, Bleistiftspitzer werden nicht genannt.

Im Jahr 1861 ist er unter der Kategorie Optik gelistet, aber mit dem Zusatz "Voy. Accessoires de photographie". Außerdem gibt es einen Eintrag " taille-crayons américains". Er hat also amerikanische Bleistiftspitzer hergestellt oder vertrieben.

1862 findet sich folgender aufschlussreiche Eintrag:

Auch 1863 gibt es diesen größeren Eintrag, aber auch den folgenden:

 

Application d'un diaphragme universel aux appareils pour photographie ; par Desponts, rue Ménilmontant, 87, à Paris. Brevet n° 48,488, du 13 février. 15 décembre 1862, au secrétariat de la préfecture du département de la Seine, par le sieur Desponts (Pierre-François), à Paris, rue de Ménilmontant, n° 87, pour un jouet d'enfant dit toupie capsule.

1864 ist er wieder umgezogen, jetzt findet man folgende Einträge:

Desponts Pierre, fab d´appareils de photographie, Trois Bornes, 9

Desponts Frédéric, tourneur en cuivre, Ménilmontant, 76

Offensichtlich hatte ein Verwandter von Pierre einen Teil des Geschäftes übernommen, ganz in der Nähe des Hauses 87 auf der Ménilmontant in Paris.

Persönliches zu Pierre Desponts

Gesicherte Angaben gibt es bisher nicht. Sein Vater hieß wahrscheinlich Jean Pierre Desponts und seine Mutter Julie Béranger.

Pierre Desponts heiratete am 9.September 1854 Augustine Desirée Briffault.

Am 27. Januar 1857 kam ihr Sohn Laurent Octave Desponts zur Welt.

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1855 - Herr Edme Ferdinand Evras (Frankreich)

Herr Edme Ferdinand Evras meldete am 16. Oktober 1855 ein Patent mit dem Titel " taille-crayon, système Evras" (Gültigkeit 15 Jahre), was dann am 1. Dezember des gleichen Jahres veröffentlicht wurde.

Hier die Zeichnungen aus dem Originalpatent:

Evras war auch schon vorher als Patentanmelder aktiv. Am 6. Oktober 1849 meldete er in Frankreich ein Patent "Genre de machine à ouvrir les huîtres" an. Am 19. August 1850 folgte ein Patent "genre de manches à gigot" und am 13. September 1851 das Patent "tire-bouchon à ressort, avec ou sans levier".

Edme Ferdinand Evras starb wahrscheinlich am 7. September 1883.

 

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1857 - Antoine Desvernay

Am 1. April 1857 meldete Antoine Desvernay (vertreten durch Ricordeau, Boulevard de Strasbourg, 23 in Paris) in Frankreich ein Patent zu einem Design eines Bleistiftspitzers ("taille-crayon à dessin") an (15 Jahre).

Am 10. April 1857 wurde dieses Patent auch in Belgien angemeldet. Am 23. Februar 1858 wurde dann noch ein französisches Zusatzpatent angemeldet.

Antoine Marie Desvernay wurde wahrscheinlich am 12. Mai 1812 in Saint-Symphorien-de-Lay (Loire, bei Lyon) geboren. Seine Eltern waren Augustin Benoit Desvernay (1786-1852) und Louise Etiennette Ponthus (geb. 1790). Er hatte eine Schwester Marie Louise (1817-1888).

Am 23. Mrz 1840 heiratete er in Saint-Sulpice (das ist wahrscheinlich eine kleine Gemeinde im Departement Ain) Louise Jeanne Hélène Laurens-Humblot (1820-1883). Sie hatten wahrscheinlich 3 Kinder: Arnould Benoît Augustin (1841-1887), Arnould Georges (1843-1876), Maurice Nicolas (1849-1901), Marie Louise Victoire (geb. 1851) und Jeanne Louise Cécile (1854-1890). Maurice war Chemiker und übernahm später die Firma seines Vaters.

Antoine Desvernay war Schreibstiftfabrikant und Direktor der Gesellschaft "Crayons Conté". Die Fabrik war in Regny (Loire) angesiedelt. Später (vielleicht ein Nachfolger) gab es dort eine Firma Desvernay et Cie (also offensichtlich der Familie gehörend), die weiter solche Stifte nach Conté produzierte.

Antoine Desvernay starb am 16. März 1875.

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1857 - Henry Kuismann / Kinsmann Sweet / Bresson

Am 4. Mai 1857 meldete Henry Kuismann Sweet, vertreten durch Herrn Bresson, Paris, rue de Bretagne, Nr. 57 in Frankreich ein Patent "taille-crayon" (15 J.) an. Am 15. Dezember des gleichen Jahres wurde dazu noch ein Zusatzpatent angemeldet. Wahrscheinlich ist ihm auch eine weitere Patentanmeldung zuzuordnen. Dieses Patent lief am 21. Oktober 1867 aus und hatte den Inhalt "machine à faire les clous, pointes et autres articles semblables". Ein Anmeldedatum ist nicht bekannt (wahrscheinlich im Jahr 1863). Das Patent ist in englisch oder eventuell auch in England angemeldet.

Irgendwelche weiteren Details zu seinen Erfindung oder seiner Person sind nicht bekannt.

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1857 - Paul Bernard (Frankreich)

Am 22. Juli 1857 meldete Paul Bernard, wohnhaft place de Beaune, 38, Chalon (Saone-et-Loire) in Frankreich ein Patent mit dem Titel "machine dite taille-crayon (15 J.) an.

Heute sieht das Haus Place de Beaune 38 in Chalon so aus:

 

Weitere Informationen zu Bernard oder seiner Erfindung gibt es nicht.

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1857 - Laurent-Marie-René Pean (Frankreich)

Am 15. September 1857 meldete Laurent-Marie-René Pean, Paris, Sainte-Barbe 6, in Frankreich ein Patent zum Thema "taille-crayon" (15 J.) an.

In der franz. Revue illustrée de l'industrie. Arts, sciences, nouvelles inventions, découvertes erschien im März 1858 folgender aufschlussreicher Beitrag:

 

Bei dem "Taille-Crayon Amimine" handelt es sich also offensichtlich um eine Art "Reibekästchen" ähnlich dem von Eckstein aus England oder auch mit einer gröberen "Zahnung" versehen, möglicherweise zum einen Ende zu konisch zulaufend.

Weiterhin sind abgebildet:

- "Encrier a Godet mobile" : Patent "encrier-pompe à godet mobile" am 29. September 1855, Ergänzung 11. April 1856

- "Calendrier annulaire perpetuel" : Patent "Calendrier annulaire perpetuel" am 9. Januar 1858

- "Regle parallele méchanique" : Patent "pour un noveau système a règle parallèle" am 20. Mai 1857

In diesen Jahren wohnte / arbeitete (?) er "Rue Sainte-Barbe Nr. 6"

Am 18. Mai 1860 erhielt Pean weiterhin in Frankreich ein Patent "pour un genre de porte-plume". Er wird als Stiftfabrikant bezeichnet und seine Adresse nun mit "Rue du Faubourg-du-Temple 92 in Paris angegeben. Vorher am 3. März hatte er schon ein Patent zu einer Brieftasche erhalten.

Hier ein Eintrag ins Pariser Branchenbuch aus dem Jahr 1862:

Am 18. November 1862 erhielt Pean in Bayern ein kurioses Privilegium und zwar "Erfindung eines Kindergewehres, welches an Stöcken und verschiedenen Spielwaaren angebracht werden könne", was aber nur ein Jahr gültig war.

Tatsächlich beschäftigte er sich wohl nun mit Spielwaren. 1864 patentierte er eine kuriose Kindernähmaschine, das folgende Bild zeigt eine solche, die ihm zugeschrieben wird:

Quelle: http://www.toystitchers.org/portfolio/pean

1873 war er weiter aktiv, er meldete in Großbritannien am 28. August ein Patent "Improvements in spinning tops" an. Er wird hier als Spielzeughändler bezeichnet und seine Adresse wird jetzt mit 82 Boulevard Sebastopol in Paris angegeben.

Laurent-Marie-René Pean heiratete am 26. August 1810 Jeanne Virginie Eugénie Henriot.

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1857 - Eduard Thiel (Deutschland)

Im April 1857 erschien im Breslauer Gewerbeblatt folgender kleine Beitrag:

Hier wird eine Spitzvorrichtung mit einem runden Fuß beschrieben, die man auf den Tisch stellen kann (in der Zeichnung liegend). Sie besitzt einen seitlich angeschnittenen Kegel, der innen konisch ausgebohrt ist. Dort hinein kommt der Bleistift, der durch eine an dem Kegel angeschraubte, kleine Messerklinge gespitzt wird (im Text anschaulich mit "wie ein Gurkenhobel wirkendes Messer" beschrieben). Bis auf das Messer ist alles aus Messing.

Im Beitrag ist der Name Thiel nicht erwähnt, jedoch findet man einige Monate später in der gleichen Zeitung folgendes:

Die Spitzvorrichtung wird auch in einem Gewerbeblatt der Stadt Fürth im Jahr 1857 inhaltsgleich wiedergegeben.

Allerdings ähnelt die obige Zeichnung fatal der Patentzeichnung von Louis-Théophile-Félix Canier aus dem Jahr 1853. Thiel ist wohl dadurch "inspiriert" worden, um nicht zu sagen, er hat es "abgekupfert".

Dr. Eduard Thiel war Hauptlehrer in Breslau und wohnte auch in der Stadt.

Im Breslauer Adressbuch von 1868 ist ein Ed. Thiel / Hauptlehrer auf der Sternstraße 13 eingetragen. Eine Person gleichen Namens (es war in dieser Zeit ein häufiger Name), auch Lehrer ist dort aber auch mit Adresse Vorder-Bleiche 5 / II notiert.

1875 wurde er wahrscheinlich Rektor einer 6-klassigen evangelischen Elementarschule in der Stadt. Er wohnte auf der Uferstr. 17a. Der andere Eduard Thiel ohne Doktortitel war auch auf einer (anderen) evangelischen Elementarschule tätig. Im Adressbuch von 1877 steht folgende Eintragung:

"Thiel, Eduard, Dr. Phil., Rector a. d. ev. Element.-schule Nr. 32, Berlinerstr. 56a"

Dr. Eduard Thiel veröffentlichte folgendes Buch:

Es gab davon eine Reihe von Auflagen, allerdings kam es bei der Kritik aus dem Jahr 1875 schlecht weg.

Eduard Thiel war Präsident des schlesischen Central-Vereines zum Schutze der Thiere zu Breslau und auch Ehrenmitglied des Hamburger Vereins gegen Thierquälerei.

Irgendwelche weiteren Informationen zu der vorgeschlagenen Spitzvorrichtung, Hinweise auf Patente oder sogar einer Produktion gibt es bisher nicht.

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1857 - Anton Ignaz Krebs (Österreich)

Anton Ignaz Krebs erhielt am 26. Dezember 1857 in Österreich ein Privileg auf die Erfindung "ein Messer oder ein sonstiges Schneide - Instrument in Verbindung mit einem Bleistiftspitzer zu construiren". Es wurde ungültig am 26. Dezember 1858 (durch Zeitablauf erloschen).

1858 erschien dann in einer Wiener Zeitung folgende Werbung:

Es handelt sich also um eine Kombination von Spitzmaschine und Messer, wobei unklar ist, wie das gemeint ist, vielleicht ähnlich wie die Vorrichtung von Thiel. Geliefert wird es mit Horn oder Elfenbeinschale und mit 2 bis 4 Klingen.

Anton Ignaz Krebs war ein Nürnbergerwaarenhändler (zum Begriff siehe Text über Theyer in Wien), die Adresse wird hier mit Wollzeile 771 in Wien angegeben. Prokura hatte er selbst und Herman Reibestein.

September 1858 im Leipziger Tageblatt:

1862 nahm er an der Internationalen Ausstellung in London teil und bekam eine Medaille für "schöne und sehr billige Holzgalanteriewaaren".

Der folgende Text aus dem Jahr 1866 ist interessant:

Hier wird von einem En-gros-Lager aller Gattungen franz., englischer, deutscher und Wiener Kurzwaren, sowie auch von Luxuswaffen, Jagdgewehren, Revolvern, Pistolen, Schrotpatronen und Jagd- / Reiserequisiten gesprochen. Krebs unterhhielt auch ein ähnliches Geschäft in Paris, Rue Bondy 66, sowie in Leipzig während der Messe am Markt 5.

1873 existierte die Firma noch und auch Krebs, Prokura hatte nun ein gewisser Karl Frank Fasching, die Adresse wird jetzt mit Wollzeile 3 angegeben.

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1857 - Joseph Bagot (USA)

Der Name von Joseph Bagot steht auf dieser Seite nur wegen eines einzigen Eintrages in einem New Yorker Adressbuch aus dem Jahr 1857, der darauf schließen läßt, daß er sich mit Bleistiftspitzern beschäftigte.

Es sieht so aus, dass er nicht nur mit Spitzern handelte, denn es heißt "maker of pocket levels-glasses & pencil sharpeners".

Ein Foto oder eine Zeichnung seiner Spitzer gibt es nicht, es ist auch sehr unwahrscheinlich, daß man diesen identifizieren könnte. Es ist eben nur interessant, weil es neben den Leuten aus Bangor eine der ersten Erwähnungen von "pencil sharpeners" in den USA ist.

Das erste Mal findet man J. Bagot in New York im Jahr 1855 und zwar als Eintrag "Bagot E. & Co., (Edward & Joseph Bagot) 100 Walker". Edward war sein Bruder und stellte mit ihm medizinische Instrumente her, die wohl auch heute noch bei Spezialisten für Medizingeschichte bekannt sind. 1856 und auch 1857 findet man den Eintrag "Bagot, Joseph, dental insts, 87 Greene, h E. 77th" und für seinen Bruder "Bagot, Edward, dental insts. 9 canal, h E. 77th". Vielleicht ging es dabei auch um Messer oder abtragende Gerätschaften, so daß die Idee mit den Spitzern als Nebenprodukt kam. 1857 steht Joseph Bagot neben der obigen als Bild präsentierten Eintragung sogar als "dentist". 1861 zog man schon wieder um (waren die auf der Flucht?). Später, etwa ab ? findet man Joseph Bagot mit dem simplen Zusatz "Birds", er verkaufte oder züchtete offensichtlich Vögel, etwas was man wohl auch im höheren Alter machen konnte.

Ein Patent zu einem Bleistiftspitzer gibt es nicht von ihm, dagegen meldete er am 24. Oktober 1865 ein US-Patent "Improved Apparatus for Generating Gas" an. Sein Bruder patentierte bereits 1860 einen "Beer measure".

In späteren Jahren (18?? oder auch schon etwas früher) steht hinter dem Eintrag von Bagot, Joseph (abwechselnd auch Bagot, Edmund) ...

Die genannte Eintragung bei J. Bagot wird bestätigt durch zwei US-Patente von ihm und zwar ein am 28. Februar 1882 erteiltes Patent mit dem Titel "Bird-cage perch" (mit Modell angemeldet) und ein später am 6. März erteiltes Patent mit Titel "Combined perch and parasit trap".

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1857 - Thomas Barnabas Daft (England)

T. B. Daft, Liverpool, meldete am 16. Februar 1857 ein Patent an mit dem Titel "Improvements in instruments for rubbing out pencil-marks and for sharpeneing pencils". Hier die Patentbeschreibung:

Thomas Barnabas Daft wurde wahrscheinlich am 23 März 1816 als Sohn von Thomas Daft und Charlotte Walker geboren. Er heiratete Emma Matilda Sturge und hatte mit ihr 8 Kinder: Juliet Emma (1836-190), Thomas Mason, (1838-1904), John Hays (1839-1857), Catharine Charlotte (1840-1900), Henry (1842-1842), Leo (1843-1922), Emily Alice (1845-1915) und Mariet (1849-1849).

Er war Inhaber einer ganzen Reihe von Patenten, darunter mehreren zu Tintenfässern. Vor 1841 war er auf der Regent Street, London tätig.

27. Februar 1857: "David Greenley, of Upper Cumming street, Pentonville, and Thomas Barnabas Daft, of Liverpool, for improvements in machinery for boring for water or for other purposes. "

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1857 - Josiah Harrington (England)

Am 10. November 1857 erhielt Josiah Harrington, 9 Gloster place / Gloucester-place, Brixton-road, Surrey (wahrscheinlich in/bei London) ein britisches Patent "for improvements in apparatus for pointing pencils or marking instruments".

Hier die englische Beschreibung mit den Patentzeichnungen:

 

Am 15. Mai 1858 bekam Harrington ein französisches Patent "pour des perfectionnements dans les appareils pour tailler les crayons, etc".

Hier eine französische Beschreibung:

Auf einer wahrscheinlich in London 1862 stattgefundenen "International Exhibition" stellte er aus:

Weiterhin stellte er auch ein "self-capping rifle" aus, wobei seine Adresse genauer mit "6, Lansdowne-ter. West-Brixton" angegeben wird.

Am 21. Juli 1865 wurde in England eine Patent "Improvements in carriages" erteilt.

 

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Pierer's Universal-Lexikon, 1857: In neuester Zeit hat man zum Spitzen der Bleistifte eine besondere Maschine Bleistiftspitzer (Anspitzer) erfunden, welche in einer rotirenden cylindrischen Feile besteht.

Hier noch eine Anzeige aus dem Intelligenzblatt der freien Stadt Frankfurt von Anfang 1858:

In Wieck´s F. G. deutsche illustrierte Gewerbezeitung des gleichen Jahres findet sich folgende interessante Info:

Schließlich im Zweibrücker Wochenblatt von 1860, allerdings ohne Herkunftsinfo:

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1857 - Parkes & Howell (Großbritannien)

Beginnend am 26. Dezember 1857 findet sich im Birmingham Journal folgende Annonce:

Die Annonce erschien mehrmals, letztmalig konnte sie für den 20. März 1858 nachgewiesen werden.

Parkes & Howell waren Goldschmiede. Im Birminghamer Adressbuch von 1855 ist notiert:

"Parkes & Howell, silversmiths and manufacturers of gold and silver pencil cases, tooth picks"

In einem 1858er Buch werden sie auch als Produzenten von "ever-pointed pencil cases" bezeichnet.

Die Geschäftsadresse war 81/82 Buckingham Street in Birmingham.

Im folgenden eine große Annonce aus dem genannten Buch:

Auch hier wird wieder auf den verbesserten Patent - Bleistiftspitzer verwiesen. Es gibt ihn in Gold und Silber, bzw. eher vergoldet und versilbert (engl. "gilt" für vergoldet, "plated" für metallbeschichtet). Es heißt weiter "original american patent" und dass er nun so gefertigt wird, dass er für "Millionen" ist. Auch der Zeichnung oben nach handelt es sich um Bleistiftspitzer aus Bangor. Vielleicht haben die Engländer ihn aber noch oberflächlich veredelt, weswegen hier ein Extraeintrag gemacht wurde.

1859 finden sich allerdings keine Hinweise mehr auf einen Verkauf der Spitzer durch Parkes & Howell. In mehreren lokalen Zeitungen wird im April 1860 außerdem die Mitteilung gemacht, dass Selina Parkes und H. (Henry ?) Howell, beide Goldschmiede, ihre Partnerschaft beendet haben. Selina Parkes wird im Birminghamer Adressbuch von 1861 als "pencil case maker" bezeichnet und wohnte 377 New John street west. Henry Howell wird als "Silversmith and manufacturer of gold and silver pencil cases" bezeichnet und wohnte 2 Howard street.

Die Zuordnung von Personen zu der Firma ist etwas schwierig, da es zu der Zeit viele mit dem Namen Parkes und auch Howell in Birmingham gab, auch mit ähnlichen Tätigkeiten. Mit Adresse "82 1/2 Buckingham street" ist im genannten 1861 Adressbuch eine Firma Parkes G. F. & Co als "pencil case manufacturer" notiert. Bei G. F. Parkes handelt es sich wahrscheinlich um George Frederick Parkes, der "Soho hill" wohnte.

Im Adressbuch 1862 gibt es unter "Silversmiths and manufacturer of fancy articles" folgende Einträge:

"Howell Henry, 2? Howard street" und "Parkes G. F. and Co, 43, Howard street"

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1858 - Henry Smith (Großbritannien)

Henry Smith war ebenfalls in Birmingham / England tätig.

Folgende Annonce aus dem 1858er Dix's General and Commercial Directory of Birmingham informiert über sein Angebot:

Unter dem Text "Patentee and manufacturer of" sind auch "pencil sharpeners" aufgeführt.

Henry Smith hatte seit 1852 eine Firma unter der Adresse Hampton Street 17 in Birmingham Die Sinkers

1855 unter "Die Sinkers and Seal Engravers"

1857 zwei große Anzeige in Cornishs' Stranger's Guide through Manchester and Salford:

Henry Smith, Little Hampton-street, Birmingham-Certain improvements in window price-tickets, and which said improvements are also applicable to the ornamenting and prizing the wrappers or paper boxes for holding fancy and other goods, also in the mode of attaching or suspending window tickets.

1858 unter "Envelop manufacturer", "Die Sinkers and Seal Engravers"

1867 wieder eine Anzeige im Cornishs' Stranger's Guide through Manchester and Salford:

 

Die Firma von Henry Smith existierte wahrscheinlich bis 1894 (immer unter der gleichen Adresse).

Persönliche Daten über Henry Smith sind nicht bekannt.

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1858 - Franz Louis Galle (Deutschland)

Im Januar 1858 erschien im Leipziger Tageblatt und Anzeiger folgender aufschlussreiche Text:

Es handelt sich in dem Text um Franz Louis Galle aus Leipzig, der einen eigenen Bleistiftspitzer erfand. es wird geschrieben, dass er einem kleinen Hobel gleicht.

Franz Louis Galle war Bürger und Hausbesitzer in Leipzig. Folgender Aussschnitt aus dem 1856er Adressbuch zeigt, dass zu der Zeit drei verschiedene Personen mit dem Familiennamen in Leipzig wohnten:

Franz Louis Galle wohnte seit mindestens 1846 auf der Reichsstr. 55. Seine Tätigkeit wird in diesem Jahr mit "Tuchbereitergeselle" angegeben.

Bei dem Gebäude Reichsstr. 55 handelt es sich um den sogenannten "Selliers Hof". Hier lebte zwischen 1825 und 1835 Friedrich Wieck mit seiner Tochter Clara Schumann, die hier einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Ab Oktober 1830 wohnte Robert Schumann, Claras späterer Ehemann, als Zwanzigjähriger ein Jahr lang bei den Wiecks.

Das Haus "Selliers Hof" bestand zwischen 1836–1908 als Wohn- und Geschäftshaus, später Grimmaische Straße 5 (Ecke Reichsstraße). Es wurde 1908 abgebrochen und mit dem Handelshof bebaut.

Im Februar 1858, also ganz kurz nach der Erwähnung seiner Erfindung durch Herrn Wieck erschien dann diese Anzeige im Leipziger Tageblatt:

 

 

Dies ist der Beweis, dass solche Bleistiftspitzer tatsächlich hergestellt und für 10 RgR. (Reichsgroschen ?) verkauft worden sind. Galle verkaufte sie selbst von seiner Wohnung Reichsstraße 55, (Selliers Hof 1 Treppe) aus.

bei dem oben genannten Herrn Wieck handelt es sich nicht um den Vater von Clara Schumann, sondern um Friedrich Georg Wieck, einem technologischer Schriftsteller und Industriellen, der im Gewerbeblatt für Sachsen, der regelmäßig über technische Neuerungen und Erfindungen veröffentlichte (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Georg_Wieck).

Franz Louis Galle war sehr aktiv in einem Gewerbeverein und führte dort manchmal was vor (u. a. Galle ´s Schriftenhalter und Schreibpult). Aber wahrscheinlich blieben diese Dinge alle im Experimentierstadium bzw. wurden wie auch die Spitzvorrichtung nur in begrenztem Maße handwerklich hergestellt.

Ab 1863 wohnte Galle dann Reichsstr. 36 (Seitengebäude), später dann mit "Grimmaische Str. 36 (Seitengebäude)" bezeichnet. Ab 1866 wohnte er dann Naundörfchen 19 in Leipzig. Ab 1871 wird seine Tätigkeit neben Tischler auch mit Zitherfabrikant bezeichnet. 1876 wohnte er dann Waldstr. 10 mit Eintragung "Geigen- und Zitherfabrikant", 1878 heißt es dann Nordstr. 21. Ab 1880 steht Galle dann als Privatmann mit Adresse Nordstraße 52 notiert, ab 1882 wohnte er Eutritzscher Str. 8 und 1885 ist er auf der Eberhardstr. 11 notiert. Dananch verschwindet der Name aus den Adressbüchern. Irgendwelche weiteren infromationen über seine Tätigkeit (z. B. als Musikinstrumentenhersteller) liegen nicht vor.

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1858 - Pierre André de Coster oder Decoster (Frankreich)

Am 27. Februar 1858 erhielt Pierre André Decoster ein franz. Patent "pour un système de crayons et taille-crayons":

Am 3. Mai 1860 erhielt De Coster noch ein Zusatzpatent:

Es gibt keine bildliche Darstellung der Erfindungen, auch ist nicht bekannt, ob Spitzvorrichtungen nach den Patenten hergestellt und verkauft wurden. Die Erteilung des Zusatzpatentes könnte aber darauf hinweisen, dass das nicht ein bloße Idee war, sondern auch eine wirtschaftliche Absicht verfolgt wurde.

Auch 1846 beschäftigte sich Decoster bereits mit Patenten, wie folgender Text zeigt:

In Jahr 1856:

Im Pariser Adressbuch von 1850 ist er wie folgt eingetragen:

Zehn Jahre später, also 1860, sieht er Eintrag wie folgt aus:

Folgender Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1861 informiert weiterhin über Decoster:

Zu den Lebensdaten von Decoster ist wenig bekannt.

Seine Frau hieß wohl Amélie Guillaume. Am 17. November 1847 wurde wahrscheinlich eine Tochter Cécile Pamelia geboren.

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1858 - William Burnet (USA)

Am 5. Oktober 1858 erhielt William Burnet, New York, ein Patent mit dem Titel "Slate pencil sharpener".

Am 23. August 1858 erhielt Burnet auch ein US-Patent zu einem Tintenbehälter. Im Folgenden ein Ausschnitt aus dem Patent mit den schönen, anschaulichen Zeichnungen.

In folgender Annonce von Cook Merritt & Brown in einer Oktoberausgabe 1858 der New York Times wird für Burnet´s Patent Pencil Sharpener geworben:

Hier eine große Anzeige der genannten Firma in einem Buch von November 1858:

1857 gibt es zwei Personen diesen Namens in Newy York:

"William Burnet, cabinetmaker, 280 W 40th" und "William Burnet, agent, 188 second ave". Vielleicht handelt es sich um den erstgenannten von beiden.

Auch später beschäftigte er sich weiter mit Farbbehälter im weiteren Sinne, wie seine Patente vom 2. Februar 1864 und 2. Juli 1867 mit den Titeln "Improved brush for mucilage bottles" und "Improvements in tops for mucilage and varnish-bottles" zeigen.

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1858 - Gerard Sickels (USA)

Am 11. Mai 1858 wurde für Gerard Sickels (Brooklyn, New York) ein US-Patent erteilt mit dem Titel "Instrument for sharpening slate-pencils". Hier eine kurze Beschreibung und die Patentzeichnungen:

Handelt es sich dabei nur um eine Reibeplatte mit Reibfläche in einer rechteckförmigen Vertiefung? So ein Gegenstand, falls hergestellt, wofür es aber keinerlei Beweise gibt, wird sicherlich nicht mehr erhalten sein.

In den Jahren zuvor erhielt ein Gerard Sickels, Brooklyn, bereits 4 weitere US-Patente, die allerdings thematisch mit dem Bleistiftspitz-Patent überhaupt nicht im Zusammenhang stehen:

"Friction-clatch" (1852), "Self-adjusting- platform for ferry-bridges" (1853), "Improvement in rotary engines" (1854), "Packing of rotary steam-engines" (1857)

Wenn es sich wirklich um den gleichen Gerard Sickels handelt, dann hat er das Spitz-Patent sicher nur so nebenher gemacht. Die Themen der obigen Patente lassen nämlich folgendes vermuten. Es gab einen anderen Sickels, Frederick Ellsworth Sickels oder Sickles, der auch in New York tätig war und ein recht bekannter Erfinder war, insbesondere wegen seines Patentes "Schließventil für Dampfmaschinen" im Jahr 1841. Der hatte einen Bruder mit Namen "Gerard Sickels", der auch Maschinist war. 1841 wohnte er übrigens in New York 101 1/2 Bowery.

Wahrscheinlich ist dieser Gerard Sickels etwa 1811 in Brooklyn geboren. Er war mit Sarah Hall Nickels verheiratet (geb. 1812 in Newport, gest. 8. April 1891 in Jamaica Plain/Boston). Das Ehepaar hatte (mindestens) 5 Kinder und zwar John H., Gerard, Augusta, Charlott(e9 E. und Charles E. Der gleichnamige Sohn Gerard war Maschinist, etwa 1835 geboren, also im Jahr des oben genannten Patentes schon etwa 23 Jahre. Das Patent könnte also auch von ihm sein.

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1859 - Leopold Liebscher (Österreich)

Am 28. März 1859 erhielt Leopold Liebscher, bürgerlicher Handelsmann, Wien, ein Privileg zur "Erfindung einer Bleistift-Spitzmaschine". Dies war zunächst für ein Jahr gültig, wurde jedoch am 30. Dezember 1859 freiwillig zurückgezogen.

Im Juli 1859 erschien in einer Wiener Zeitung folgende Anzeige:

Es wurde also tatsächlich eine Maschine zum Verkauf angeboten. Die Annonce erschien mehrfach in diesem Jahr. Die Maschine funktionierte mit Kurbelbetrieb. Das Zurückziehen des Patentes ist etwas merkwürdig. Vielleicht lief es mit dem Verkauf oder auch mit der Brauchbarkeit nicht so gut. Tatsächlich findet man 1860 oder danach in den zahlreichen Annoncen Liebschers in Wiener Zeitungen keinen Hinweis mehr auf diese Spitzmaschine.

Leopold Liebscher war Spielzeughändler/hersteller. Der Verkauf fand in seinem Spielwarengeschäft am Kohlmarkt, Nr. 258 in Wien statt. Das Geschäft scheint es seit 1857 an dieser Stelle gegeben zu haben, wie folgende Anzeige aus einer Wiener Zeitung im November des Jahres nahelegt:

Zuvor war er wahrscheinlich bei dem Nürnbergerwaren-Händler Franz Kietaibl in der Oberen Breunerstraße 1136 / zum Chinesen in Wien (mit Prokura) beschäftigt. In der Besucherliste einer Londoner Industrieausstellung im Jahr 1851 findet man Liebscher mit der Bezeichnung "Handlungs-Prokuraführer". Es gibt einen weiteren Hinweis aus dem Jahr 1853 auf einen Josef Leopold Liebscher in der Taborstraße 331 in Wien im Zusammenhang mit einer Sparkassentätigkeit, wobei nicht sicher ist, ob es sich dabei um den richtigen "Liebscher" handelt.

Liebscher annoncierte nach 1857 einige Male in Wiener Zeitungen, so dass wir erfahren, was er alles so verkaufte:

 

Später, 1872, folgende Anzeige:

Liebscher Leopold & Kunz erhielten 1862 auf der Internationale Ausstellung in London eine ehrenvolle Erwähnung für "Mechanische Kinderspielwaaren und Automaten". Im Katalog zur Pariser Ausstellung 1867 findet sich folgende Info:

Johann Kunz taucht bereits 1843 auf, wo er als "Spielwaaren-Erzeuger" am 8. April für "Maschinen zur Bewegung künstlicher Figuren" ein Privilegium erhielt. In einem Adressbuch aus dem Jahr 1867 steht folgende Eintragung:

Etwa 1876 wird Liebscher´s Geschäft von den Nachfolgern Czastek und Kermel übernommen.

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1859 - Heinrich Sperl (Deutschland)

Am 11. Januar 1859 erhielt Heinrich Sperl in Bayern (das Deutsche Patentamt gab es erst ab 1877) ein Patent (wurde damals Privileg genannt) zu einer "Bleistift-Schärfelmaschine":

Es handelt sich bei der patentierten Maschine nicht um eine Bleistiftspitzmaschine, sondern tatsächlich um eine Maschine, die man in der Bleistiftfabrikation einsetzte und "Schärfelmaschine" nannte. In Prometheus illustrierte Wochenschrift über die Fortschritte in Gewerbe, Industrie und Wissenschaft wird 1896 über die Schärfelmaschine geschrieben:

Mir liegt eine umfangreiche Beschreibung der Maschine von Sperl vor, allerdings keine Zeichnung o. ä. Da es sich nicht im eigentlichen Sinne um eine Spitzmaschine handelt, soll nicht näher darauf eingegangen werden.

Am 14. Januar 1860 wurde das Privileg nochmal für ein Jahr verlängert:

Über eine Herstellung und den Verkauf der Maschine ist nichts bekannt, was allerdings auch nicht verwundert, denn dei Vorrichtung ist ja eher nur für Bleistiftfabriken von Interesse gewesen.

Allerdings wird hier noch etwas geschrieben zu den Aktivitäten Sperls im Zusamenhang mit der Bleistiftherstellung.

Am 29. Oktober 1860 erhielt Heinrich Sperl gemeinsam mit Dr. Richard Hagen ein Gewerbsprivilegium:

Am 5. April 1862 wurde für Heinrich Sperl, Dr. Richard Hagen und Wolfgang Springer ein Privilegium erteilt auf die Erfindung einer eigenthümlichen Methode, künstlich präparirtes Holz für industrielle Zwecke herzustellen.

 

Heinrich Sperl - Aus seinem Leben

Heinrich Sperl wurde am 4. März 1830 in Unterasbach geboren. Sein Vater war Pfarrer in Frauenaurach.

Vom März 1856 bis Oktober 1857 war er wahrscheinlich in der Landwirthschafts- und Gewerbsschule in Nördlingen / Bayern als sog. "Verweser" beschäftigt. Dies bedeutet nichts anderes als "Vertreter", er war also Hilfs-/Vertretungslehrer. Er hatte aber auch eine Ingenieurausbildung.

Heinrich Sperl heiratete am 24. September 1861 in der Jakobskirche zu Augsburg Amalie Sperl. Amalie war die Tochter des Kirchenrats und Dekans August Bomhard. Die Eheleute hatten mindestens 3 Kinder.

Zwei der Kinder waren August Sperl (geb. 5. 9.1862 in Fürth, gest. 7. 4.1926 in Würzburg) und Helene Sperl. Das dritte Kind hieß Alexander Gustav, starb aber bereits im Alter von 6 Wochen im Jahr 1871:

 

 

In der Allgemeinen Zeitung wurde im Januar 1869 notiert:

"Das Rectorat der Gewerbsschule zu Landshut, sowie das lehramt der Mathematik und Physik an dieser Anstalt wurde dem Lehramtscandidaten heinrich Sperl übertragen". Es handelte sich um die Königlichen Gewerbsschule zu Landshut.

 

August und Helene besaßen beide den Doktortitel.

Dr. August Sperl war Archivar, Historiker und Schriftsteller. Er war ein auch heute noch bekannter fränkischer Schriftsteller und Heimatdichter der Oberpfalz. Es gibt in den Orten Würzburg, Landshut, Amberg, Castell und Vohenstrauß jeweils eine August-Sperl-Straße.

Seine Schwester Dr. Helene Sperl war wahrscheinlich Physikerin (oder Chemikerin). Sie patentierte ? (von ihr Wendekreisel genannt).

Erstaunlicherweise hatten die Sperls auch Patente in den USA. Am 3. Juni 1890 wurde ein Patent mit dem Titel "Game board" erteilt.

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1859 - Archibald G. Shaver

Archibald G. Shaver erhielt zwischen 1859 und 1865 mehrere amerikanische Patente und vertrieb insbesondere ein kleines Multifunktionswerkzeug, was auch eine Bleistiftspitzer-Funktion hatte. Am Ende seines leider nur kurzen Lebens barchte er auch noch eine einfache Bleistiftspitzvorrichtung auf den Markt.

Sein Leben und Wirken wird auf einer separaten Seite dargestellt.

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1860 - William A. Morse

Am 7. Februar 1860 wurde William A. Morse (Boston) ein amerikanisches Patent "Pen-handle" erteilt.

Hier der kurze, gesamte Text des Patentes und die Abbildung:

In Bostoner Adressbüchern der Jahre 1859/1860 gibt es einen William A. Morse "212 Harrison Ave house 242 do.". Er ist unter "Provision dealers" verzeichnet.

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1860 - Henry Curtis Haskell

Am 28. Februar 1860 erhielt Henry C. Haskell ein US-Patent mit dem Titel "Pen-rack, cleaner and pencil-sharpener".

Es gibt keine Hinweise auf eine tatsächliche Herstellung und den Verkauf eines entsprechenden Gerätes.

Henry C. Haskell - Aus seinem Leben

Henry Curtis Haskell wurde am 28. Mai 1820 in Oakham, Worcester County, Massachusetts geboren. Seine Eltern waren Reuben S. Haskell (1777 – 1842) und Lavinia Athern Haskell (1779 – 1859).

Am 27. November 1845 heiratete er in Marshall (Calhoun, Michigan) Laura Tallmadge Mason (Eltern: Stephen Mason und Phebe Sheldon Tallmadge). Laura war am 21. September 1824 in Washington, Litchfield, Connecticut geboren worden.

Sie hatten 6 Kinder:

Laura Tallmadge (1848–1924), Henry Marsh (1852–1914), Frances Elizabeth (1854–1855), Mary Catherine (1856–1936), Porter David (1859–1930), William Lincoln (1863–1955).

Seine Frau starb am 11. März 1875 in Marshall, Calhoun, Michigan.

1879 heiratete er Matilda Delaria Lamb, die am 13. September 1837 in Madison County, New York geboren war.

Auch sie überlebte er, denn seine zweite Frau starb am 5. April 1903 in Marshall, Calhoun County, Michigan.

Hier ein Portrait von Haskell aus seinen späteren Jahren:

Quelle: https://www.findagrave.com/memorial/60281364#view-photo=86932277

Er war wohl über eine lange Zeit Versicherungsagent. Eine Tätigkeit im Zusammenhang mit Bürotechnik o. ä. ist nicht belegbar und unwahrscheinlich.

Am 16. Dezember 1905 starb Haskell in seiner Heimatstadt Marshall. Hier das Sterbezertifikat:

Er wurde auf dem Oakridge Cemetery in Marshall beerdigt. Hier ein Bild seines Grabsteins:

Quelle: https://www.findagrave.com/memorial/60281364#view-photo=40997549

Im Folgenden noch zwei Nachrufe:

 

 

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Hier geht es zum Beginn der Geschichte des Bleistiftspitzens (Zeit bis 1850).

Eine Seite informiert über die Spitzmaschinen der Firma Everett Specialty (USA).

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