Bleistiftspitzer Foster, Strange/Darling (USA)

Patentgeschichte - Industriegeschichte - Geschichten rund ums Bleistiftspitzen

 

Die amerikanischen Bleistiftspitzerhersteller der 1850er Jahre

 

Vorbemerkungen zu dieser Seite (noch im Aufbau)

Aufgrund eines familiären Hintergrundes (mein Großvater war lange Zeit Inhaber einer kleinen Spitzmaschinenfirma) beschäftige ich mich mit der Geschichte der Bleistiftspitzer und Spitzmaschinen. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf der Anhäufung möglichst vieler verschiedener Bleistiftspitzer, sondern auf der Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung mit einem besonderen Fokus auf die beteiligten Personen und Firmen. Über diese trage ich auch Informationen zusammen, die nicht unmittelbar mit der Bleistiftspitzerherstellung zusammenhängen. Ziel ist es damit auch, die Menschen und Firmen dadurch zu würdigen. Auch wenn die Seite noch unvollständig ist, bietet sie über die sehr frühe Zeit des Bleistiftspitzens die weltweit umfassendsten Informationen.

Das Textmaterial dieser Seiten darf nicht für kommerzielle Zwecke (dazu gehört ausdrücklich auch der Verkauf von Bleistiftspitzern und Spitzmaschinen auf Auktionsplattformen, wie z. B. ebay) verwendet werden. Dies gilt auch für die Verwendung von Bildern, eine andere Nutzung von Bildern ist prinzipiell vorher mit mir abzustimmen.

Ich freue mich sehr über Kommentare zu meiner Arbeit (siehe "Kontakt"). Ganz besonders schön wäre es, wenn Sie weiterführende Informationen oder Bilder zum Seiteninhalt hätten, auch wenn sie noch so unbedeutend erscheinen.

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Nachdem in den Jahren bis 1855 vor allem in Frankreich (und da natürlich sehr konzentriert auf Paris) verschiedene einfachere und auch etwas aufwendigere Vorrichtungen zum Bleistiftspitzen ersonnen und teilweise auch hergestellt wurden, machte sich in den USA ein Mann auf, einen einfach konstruierten und billig herzustellenden Spitzer heraus zu bringen. Im Unterschied zu den Franzosen zog er aber die Produktion groß auf und seine Handspitzer verbreiteten sich innerhalb ganz weniger Jahre in Amerika und auch Europa.

zur Übersicht über die Geschichte des Bleistiftspitzens

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1854 - Walter Kittredge Foster / Foster Manufacturing Co. (USA)

Walter K. Foster - Leben in Bangor (USA)

Walter K. Foster gilt als der amerikanische Erfinder des Bleistiftspitzers. Er wurde 1812 (etwa im Mai/Juni) in Billerica / Massachusetts geboren. Sein Vater hieß wahrscheinlich James, er kam wohl aus Montpelier/Vermont. Mehr wissen wir über die Familie von Walter Foster nicht.

Er war verheiratet mit Sarah A. Foster. Sarah war 1827/28 in Epsom, New Hampshire als Tochter von Nehemiah (geb. etwa 1789-1792 in Allenstown / New Hampshire, gest. 17. februar 1873 ?) und Abigail Dean Kennison (oder "Kenneson" ?, geb. etwa 1797 in Massachusetts) geboren. Sie hatte noch eine jüngere Schwester Alice M. (Maria ?) Kennison (geb. etwa 1831, gest. 1905 ?). Zu den Volkszählungen 1840 und 1850 wohnten sie in Leominster / Massachusetts.

Bevor er sich in der Stadt Bangor (Bundesstaat Maine) mit der Bleistiftspitzerentwicklung und -produktion beschäftigte, taucht er dort bereits einige Jahre vorher geschäftlich auf. Er war wahrscheinlich Mitinhaber einer Firma W. K. Foster & Co, die sich mit der Fertigung von wasserabweisender Kleidung, Schutz-, Palmblatthüten u. ä. beschäftigte, wie nachfolgender Text aus der Stadtzeitung Bangor Daily Whig and Courier vom Juli 1843 zeigt:

Eineinhalb Jahre später erschien in der gleichen Zeitung im Januar 1845 folgende Bekanntmachung:

Der Inhalt ist in Juristen-Englisch geschrieben und nicht so recht verständlich.

In folgenden Eintragungen in Adressverzeichnissen wird Walter K. Foster immer als Maschinist bezeichnet.

Im Jahr 1846 wohnt (?) er "house pin" und arbeitet als Maschinist wahrscheinlich bei Jonathan A. Cushing (Cushing & Hayford, 4 Broad street). 1848 wird als Adresse "harlow" genannt.

1850 wohnt er mit Julia A. Foster (geb. ca. 1808) und Mercy Brown (geb. ca. 1810) zusammen. Ob Julia eine Verwandte oder Ehefrau ist, wissen wir nicht. 1851 wird als Adresse "h cumberland" und 1855 "harlow, h french" genannt.

Im Maine-Register von 1855 steht Walter K. Foster unter der Rubrik "Pencil Sharpeners, Iron Sleds, &c."

1859 wohnte er dann wahrscheinlich "h 98 cumberland". Diese Straße gibt es auch noch heute, sie liegt östlich des Flusses Kenduskeag, der in Bangor in den Penobscot River mündet.

Es gab damals einige "Fosters" in Bangor, aber nur einen Walter K. Foster. Ein anderer bekannter Foster war Mr. J. B. Foster, der 1859 Beigeordneter der Stadt war. Gearbeitet hat er als Sekretär der "Merchants´Mutual Marine Insurance Company" und war wohl auch Vizekonsul von Brasilien. Eine erkennbare Verbindung zum Walter K. Foster ist aber nicht vorhanden.

Im Jahr 1860 wird dann seine Tätigkeit mit "merchant" (Händler) bezeichnet und er wohnt mit seiner Frau Sarah Foster "ward 5", also im 5. Stadtteil.

Im Bangor Daily Whig and Courier erschien im Dezember 1861 folgende Anzeige:

In einem Buch (wahrsch. von 1862) steht die Eintragung "W K Foster musical instruments, children´s carriages, toys, jewelery, fancy goods basar, 1 Main street".

Es ist erstaunlich, daß in den Adressbüchern kein Zusatz "manager" o. ä. steht.

Im Bangorer Adressbuch von 1864 steht notiert:

"Foster Walter K, merchant, h 147 cedar"

 

Bleistiftspitzer von Foster

Im Jahr 1854 stellte er dann einen Bleistiftspitzer her und zwar einen "slate pencil sharpener", wie die folgende kleine Annonce aus einer Bangorer Zeitung beweist:

Angeboten mit dem Eigennamen "FOSTER´S Slate Pencil Sharpener" und als "neuer Artikel" avisiert wurde der Spitzer von WM. (William ?) Bartlett, Jr., der einen Buchladen unter der Adresse 2 Harlow`s Block hatte. Er annoncierte als Händler mindestens schon seit November 1852, wie folgende Annonce beweist:

Dieser Buchladen befand sich allerdings am East Market Square Nr. 2, 1853 taucht dann aber auch parallel ein Laden unter obiger Adresse auf.

Am 17. April 1855 wurde in den USA auf den Namen Walter K. Foster ein Patent mit dem Titel "Improvement in molds for casting pencil-sharpeners" erteilt (er war da also etwa 43 Jahre alt). Es heißt da:

"Be it known that I, Walter K. Foster, of Bangor in the county of Penobscot and State of Maine, have invented a mode of securing a cutterin metal, by which an instrument is made for sharpening lead-pencils, and also an instrument for sharpening watch-cleaning sticks for the use of watch-makers."

Hier die Abbildung aus dem Patent:

In einer Zeitung aus diesem Jahr wird darüber so geschrieben:

"Walter K. Foster, of Bangor, has invented and had patented an instrument which he terms the pencil-sharpener, and which does the work of sharpening with great facility... A cutting blade is adjusted in a hollow cone of Zinc, and revolving it between the thumb and finger for a moment, it is brought to a point. By using a different blade, the principle is applied to a slate pencil sharpener."

Dies darf als Geburtsstunde des einfachen, billigen Handspitzers mit eingesetzter Stahlschneide bezeichnet werden. Dieser wurde hier aus einer Metalllegierung gegossen, später gab es dann die weitverbreiteten Handspitzer mit eingesetzten Rasierklingen, danach auch aus Bakelit, bis dann schließlich die Spitzer aus Plaste spritzgegossen wurden. Das Prinzip blieb aber eigentlich immer das gleiche. In dem oben genannten Text ist von Zink als Material die Rede. Dies macht Sinn, denn Zink schmilz bereits etwa bei 419°C und konnte damit anders als Eisen (Schmelzpunkt über 1500°C) leicht gegossen werden. Solche Anspitzer werden auch heute noch als Massenware hergestellt, z. B. aus der Legierung MAZAK (Zinklegierung mit Aluminium, Kupfer und meist etwas Magnesium).

Hier einige Abbildungen eines erhaltenen Bleistiftspitzers von Foster aus dieser Zeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mit freundlicher Genehmigung von Howard Levin

Foster meldete vorher bereits am 2. April 1852 ein Patent mit dem Titel "Machine for cutting cheese" in den USA an. Es wurde später am 24. August 1852 erteilt. Im Patenttext heißt es unter anderem:

"To all whom t may concern Be it known that I, WALTER K. FOSTER, of Bangor, in the county of Penobscot and State of Maine, have invented a new and useful Machine to be Used in Cutting Cheese into Sectional Slices or Pieces ...I do not claim the mere combination of a disk and spindle, but - What I do claim as my invention, is: (1) The combination of the groove b and the slot a, with the spindle and its sustaining board, so as to guide the point of the knife and support the pointed end of the knife when the knife is forced down through the cheese as stated (2) and in combination with the groove b, slot a, and plate or board A, I claim the secondary rotary board C to be applied and used substantially in manner and for the purpose as specified."

Hier noch die Patentzeichnungen:

Mit einem "Patent cheese cutter" nahm er auch an einer Bostoner Ausstellung teil und bekam ein Diplom.

Er beschäftigte sich also auch schon vor der Bleistiftspitzer-Erfindung mit dem Schneiden!

Er meldete nach seinem ersten Spitzer-Patent 1855 in den USA noch mehrere Erfindungen zum Thema an, die hier auch vorgestellt werden sollen.

Im September 1855 wurde im Hartford Courant ein neuer "patent pencil sharpener" annonciert. Es könnte sich dabei um Fosters Anspitzer gehandelt haben:

Bereits im November 1854 erschien im Now Yorker Buffalo Daily Courier folgende Anzeige:

Allerdings ist dort im Text von einer "labor saving machine" die Rede. Da könnte es sich vielleicht z. B. auch um die Vorrichtung von Marion handeln.

Am 20. Mai 1857 findet sich folgende Werbeanzeige in einer Zeitung aus Cincinatti (Ohio):

Wir erfahren, dass Fosters Bleistiftspitzer für 25 Cent angeboten wurde.

Am 19. September 1857 erschien im Bristol Mercuy folgende Anzeige:

Das im Jahr 1857 erschienene Buch History of prominent mercantile and manufacturing firms enthielt auch eine Anzeige der Cutter, Tower & Co. für Foster´s pencil sharpener:

Auf der Zeichnung sieht man wohl zwei Bleistiftspitzer auf dem Tisch liegen und eine der Damen spitzt gerade mit einem Anspitzer einen Stift.

Am 14. November 1857 meldete Foster ein Patent mit dem Titel „Making Blades for Pencil-Sharpners“ an, was am 26. Januar 1858 veröffentlicht wurde.

Es heißt am Anfang des Textes:

„Be it known that I, Walter K. Foster, of Bangor, in the county of Penobscot and State of Maine, have invented an Improvement in the Manufacture of blades for Pencil-Sharpeners or other Articles of Like Nature …In making small blades for pencil sharpeners, it has been found very difficult to hold and support the blanks during the operation of grinding or reducing them to a wedge form, or one to enable them to operate as cutters. A side view of one of these cutters or knives is represented in Figure 1., and an end of view in Fig.2, such figures exhibiting the same in the full size in which it is usually manufactured."+

Hier die erwähnten, sehr einfachen Abbildungen 1 und 2:

Die in die gegossene Metallhalterung eingesetzte Klinge ist also eine keilförmige, wie ein gleichschenkliges Dreieck angespitzte Schneide.

Nun noch die anderen Patentabbildungen, in denen die Neuerung ersichtlich ist:

Die zunächst quaderförmigen Metallstücke werden dann dort eingelegt, mit Schienen befestigt und nachfolgend abgeschliffen. Danach werden sie gewendet und nochmals bis zur Metallplatte abgearbeitet.

Foster schreibt im Patent, dass nun durch die Neuerung die Produktionszahl der Klingen von 100 auf 10 bis 15.000 pro Tag und Arbeiter erhöht werden kann. Es heißt da "By my improved method of supporting and grinding the blanks, an operative (as has been demonstrated by practice) in one day can reduce or convert into cutters or knives from ten to fiftheen thoussands of such blanks, the blank holder being charged with blanks by children or operatives, who after a little practice, can accomplish the same with great expertness and facility" und "My improvement effects a wonderful reduction in the cost of making small blades or knives as will readily be perceived by cutlers or others skilled in the art of making pencil sharpeners."

Kinder oder andere leicht anzulernende (also billige) Arbeitskräfte sollen also die Klingenhalter bestücken! Dieser Patenttext ist eine große Besonderheit, denn es ist extrem unüblich, in Patenten von solchen betrieswirtschaftlichen Dingen zu schreiben, auch heute noch!

Bei diesem Patent wurde auch ein Modell hinterlegt und dieses kann hier besondererweise auch gezeigt werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mit freundlicher Genehmigung von Howard Levin

Später am 24. Februar 1858 wurde das Patent auch in England angemeldet. 1872 wurde das Patent in den USA noch mal verlängert, was ein sicheres Zeichen dafür ist, daß Foster auch danach noch Messer für seine Bleistiftspitzer nach dem patentierten Verfahren herstellte.

Hier Bilder eines Bleistiftspitzers von Foster, welcher mit einem Patentdatum von 1858 gekennzeichnet ist:

mit freundlicher Genehmigung von Howard Levin

Im Unterschied zu manch anderen (besonders französischen) Erfindern ist gesichert, daß er seine Bleistiftspitzer in einer eigenen Firma in großem Stil selbst produzierte.

In einer amerikanischen Zeitung im November 1857 findet man folgende Mitteilung:

"W. K. Foster, of Bangor, Maine, the inventor and manufacturer of a little instrument for sharpening pencils, has just closed a contract for $100,000 worth of the article. That is a pretty large operation in a small line of manufactory. Mr. Foster has hitherto kept forty hands constantly employed, and turned out forty gross of the sharpeners per day. He will now be obliged to largely extend his operations. Also the article seems small and unimportant at first glance, it is, nevertheless, one which has created an immense demand, and the manufacture of which has become a great business. Vast quantities are used in this country, and the demand for export to Europe is increasing every day."

Der Betrieb beschäftigte zu der Zeit also immerhin 40 Arbeiter (oder nur 20 - es heißt ja "forty hands"?). "Gross" steht für die Maßzahl ein Dutzend x ein Dutzend, also 144, somit wird die Produktion pro Tag mit 5760 (vgl. auch mit Text im obigen Patent mit genanntem möglichen Tagesausstoß) angegeben. Das muß man schon Großproduktion nennen! In der zitierten Nachricht wird von einem 100.000 Dollar - Auftrag gesprochen. In einem anderen Artikel vom September 1957 ist von einer Produktion von 2 Millionen Stück pro Jahr die Rede. Auch wird der Unternehmer sehr gelobt für den Aufbau der Firma, man wünscht sich noch mehr solcher aufstrebenden Unternehmen in der Stadt.

Die Spitzer wurden als "Foster´s patent pencil sharpener" vermarktet.

In einem Anschaffungsverzeichnis der Bundesregierung wurde 1858 notiert, daß "2 boxes Foster's pencil sharpeners, at $ 25" gekauft worden sind, wobei wir nicht erfahren, wieviele Spitzer jeweils in einer Box sind.

Im folgenden eine Werbeanzeige aus dem Jahr 1859 eines Verkaufsagenten von Foster´s Patent Pencil Sharpeners:

Anzeige der CUTTER, TOWER & Co., New York / Boston (1859)

Die Firma Cutter, Tower & Co. (James M. Cutter, Levi L. Tower und Steven A. Tower - vormals C. A. Haskins & Co) war damals ein bedeutender Händler im Schreibwaren- / Bürowarenbereich.

 

James Cunningham - Hersteller (?) von Bleistiftspitzern in Bangor

James Cunningham wurde etwa 1835 geboren und wuchs wahrscheinlich in Bangor auf. Sein Vater war Thos Cunningham, seine Mutter Margaret Cunningham. Er hatte noch 2 ältere Brüder und zwar Thos und Martin Cunningham. Martin war 1851 als Müller tätig, genauso wie Thomas und John Cunningham, sicherlich zwei weitere Verwandte.

Bei der Volkszählung 1860 gab James Cunningham, nun 25jährig, seinen Beruf mit "Pencil sharpener manufacturer" an. Sein privates Vermögen wurde mit 200 Dollar notiert, er wohnte "Ward 7" in Bangor.

Wir wissen nicht, ob er wirklich selbstständig Bleistiftspitzer herstellte. Allerdings gibt es Informationen über einen Rechtsstreit zwischen Cunningham und Walter K. Foster aus dem Jahr 1864. Aus diesem geht hervor, dass Cunningham für Foster tätig war, aber nicht als Angestellter. Er härtete eine sehr große Zahl (1 Million ?!) von Schneidmesserchen für Bleistiftspitzer. Hier eine Darstellung des Streitfalls:

Im Adressbuch von Bangor von 1864 ist eine Firma "Cunningham James & Co 6 kenduskeag bridge" unter "Confectioners and Fruitereres" notiert. 1867 gibt es dort die Eintragung "Cunningham James, fruiterer and confectioner, 6 bowmans´ block, h 53 pine". Es ist aber nicht ganz gesichert, dass es sich um den gleichen Cunningham handelt.

 

Walter K Foster - Zeit nach 1864

Foster war zwar weiter mit der Spitzerproduktion beschäftigt wie auch der genannte Rechtsstreit aus dem Jahr 1864 zeigt, hatte aber noch andere geschäftliche Aktivitäten und in diesem Zusammenhang weitere Patente in den USA inne, hier zwei Auszüge aus Patentankündigungen:

"Walter K. Foster, Bangor, Maine. — Carriage Wheel. — November 22, 1864. — This invention consists of a hand of metal carried nearly around the circumference of the felloe and provided at or near its termination with two projections, which have"

Im Patent geht es um Achslager, was sich weiter unten erklärt.

"William Delano, Bangor, Maine, assignor to himself and Walter K. Foster, of same place. — Horseshoe Calking Vice. — April 3, 1866 - A vibratory plate is interposed between the vise jaws to form an abutment against the upper surface of the shoe while the toe or heel calks are being made. Claim. - The new or improved horseshoe-calking vice, made substantially described, viz.,of the vibratory bearer or plate , and the common vice having two jaws A B, the whole being arranged and combined in manner and so as to operate as and for the purpose specified."

In diesem Patent geht es um Hufeisen, konkreter um das Benageln dieser.

Wahrscheinlich 1867 ging Foster aus Bangor weg. Hier die Annonce zum Verkauf seines Grundstückes im Juni diesen Jahres im Bangor Daily Whig and Courier:

Am 22. Oktober 1867 erhielt Walter K. Foster, wohnhaft dann in Cambridgeport / Massachssetts ein Patent mit dem Titel "Washer for axle boxes". Zu diesem Zeitpunkt wohnte er also wohl nicht mehr in Bangor, sondern in Cambridgeport, einem Ortsteil oder Nebenort von Cambridge / Mass. Dass das der richtige "Foster" ist, folgt aus einem weiter unten zitierten Antrag auf Erweiterung eines Spitzer-Patentes, wo auch Cambridge als Wohnort genannt wird.

Allerdings gibt es einen Eintrag auf einer Steuerzahlerliste der Stadt Bangor, abgedruckt im Dezember 1869 (alle, die mehr als 100 Dollar Steuern zahlten). Dort ist "Walter K. Foster" mit einem nicht lesbaren Betrag von wahrscheinlich 100 bis 200 Dollar notiert. Möglicherweise galt er noch als in Bangor wohnend oder seine Bleistiftspitzerfabrik war dort, während er schon in Cambridgeport wohnte. Allerdings beträgt die Entfernung zwischen den Orten immerhin etwa 380 Kilometer, was damals eine weite Entfernung war.

Im Städteverzeichnis von Cambridge findet sich 1868 folgende Eintragung:

"Foster Walter K. patent tire wheel and washer manufacturer, Foster´s Block, Main"

"Washer manufacturer" könnte man eigentlich mit "Waschmaschinenhersteller" übersetzen. es geht aber offensichtlich nicht um das Waschen von Wäsche, sondern das Verkleiden von Achslagern.

Dazu hier ein Teil des Textes und die Abbildungen aus dem gerade genannten "Washer" - Patent:

Nun wird der Zusammenhang zwischen "carriage wheel", "washer for axles" und ""patent tire wheel and washer manufacturer" klar. Er beschäftigte sich offensichtlich mit der Herstellung von Wagenteilen, wie Radachsen.

Am 27. Oktober 1868 erhielt Walter K. Foster, wohnhaft weiter in Cambridgeport / Massachssetts ein Patent mit dem Titel "Improved screw-tap".

Zur Volkszählung im Jahr 1870 ist Walter K. Foster mit seiner Frau Sarah Foster (Hausfrau) in Cambridge "Ward 5" eingetragen. Sein Beruf wird mit "Stellmacher" angegeben. Der Wert seines "persönlichen" Besitztumes wird mit 5400 Dollar notiert (wobei nicht klar ist, was das tatsächlich umfaßt), der Wert der Immobilie mit 16.000 Dollar, was damals eine ganze Menge war.

Foster hatte Anfang 1872 eine Anhörung wegen einer eventuellen Erweiterung seines Patentes "Making blade for pencil sharpener":

Allerdings gibt es keine Informationen, ob die Anhörung erfolgreich war oder inhaltliche Details.

Im Massachusetts-Register von 1872 steht im Branchenteil unter der Rubrik "Bolts, Nuts and Washers":

"Foster Walter K (washers) Cambridgeport, Cambridge"

Im folgenden Jahr 1873 findet sich im Cambridge Directory folgende Eintragung:

"Foster Walter K. concave tire and carriage wheel manuf. 296 North ave. house do."

Er stellte also offensichtlich immer noch Wagenräder / Wagenteile. her.

1874 steht dann im gleichen Buch:

"Foster Walter K. improved fire kindler, 87 Main, h. at"

Das muß etwas geschäftlich Neues sein, mit dem Feuermachen / Anzünden im Zusammenhang stehen.

Foster zog danach nach Stoneham, Massachussetts und zwar in ein Haus in der Central Street, was noch heute steht und nach ihm benannt ist, hier ein Bild aus heutiger Zeit:

Walter K Foster - Haus in 57 Central Street, Stoneham Massachusetts (Foto: John Phelan, 2011)

Folgendes kann man bei Wikipedia dazu finden:

""Built c. 1870, it is one of three surviving Italianate side hall entry houses in Stoneham. Notable features include paneled pilasters on the corners and ornate decorative brackets above them. The doorway is also topped by a heavy decorated hood."

Das Haus hat 4 (Schlaf)zimmer, 2 Bäder und eine Wohnfläche von 252 m².

Foster wird wohl etwa 1875 nach Stoneham gezogen sein, war also wahrscheinlich nicht der erste, sondern vielleicht zweite Eigentümer des Hauses.

Wie es damals ausgesehen hat, wissen wir nicht, aber immerhin können wir mal 1891 in die Straße hineinschauen:

Central Square, Blick in die Central Street, Stoneham, 1891

 

Foster war in Stoneham Mitglied der "Methodist Episcopal Church"

1880 wohnte Foster in Stoneham zusammen mit seiner Frau Sarah, seiner Schwiegermutter Abigail Kennison und einer Abigail K. Benton, einer Schwägerin oder verschwägerten Verwandten.

Am 6. November 1880 meldete er ein Patent an mit dem Titel "Mold for casting pencil sharpeners", nach 8 Jahren ist das wieder ein Hinweis, dass er sich weiter / wieder mit dem Bleistiftspitzen beschäftigte. Hier ein Teil des Textes und die Zeichnungen aus dem Patent:

Es geht in dem Patent also um die technologische Herstellung, worauf hier nicht näher eingegangen werden soll. Allerdings ist auch das Spitzer-Design zu erkennen.

Aus diesem Jahr gibt es auch eine Notiz:

"Foster Manufacturing Company, Stoneham, corner of Main and Summer Streets, manufacture pencil sharpeners"

1881 nahm er an einer wahrscheinlich von einer Massachusetts Mechanic Association veranstalteten Ausstellung teil, worüber folgender Text informiert:

"W. K. Foster, Stoneham, Mass. — Pencil Sharpeners; Fire Kindler. — The pencil sharpeners made of metal and recently improved. The fire kindler for using kerosene oil with safety in lighting fires. Diploma. "

Er stellte also sowohl Bleistiftspitzer, als auch Feueranzünder mit Kerosinöl aus und bekam ein Diplom.

In einem Branchenbuch von 1882/1883 für den Bundesstaat Massachusetts steht folgender Eintrag:

Am 29. Mai 1883 reichte Foster ein weiteres Spitzer-Patent mit dem Titel "Pencil sharpener" ein, was dann am 18. Dezember diesen Jahres herausgegeben wurde. Hier die Zeichnungen aus dem Patent:

1882 gibt es im Stonehamer Adressbuch folgende Eintragungen:

"Foster Walter K. pencil sharpener manuf. Co-op. bldg. house Central, near Pleasant" und

"Foster Jonas R., at W. R. Foster´s factory, house Avon"

Hier taucht also ein Jonas R. Foster auf, der vielleicht in Fosters Fabrik arbeitete, oder handelt es sich um ein anderes Unternehmen? Jonas Foster wird aber wahrscheinlich ein Verwandter von Walter gewesen sein, aber näheres ist nicht bekannt.

1884 gibt es dann folgende Eintragungen:

unter "Pencil Sharpener Manufacturer" steht "Foster Walter K., & Co., Co-op bldg., Central sq.",

weiterhin:

"Foster Walter K., pencil-sharpener manufr., Co-op. bldg., house Central, near Pleasant" und

"Foster Jonas K., at W. R. Foster´s factory, h Chestnut"

Hier klingt es wieder so, als ob Jonas Foster in Walters Fabrik arbeitet (obwohl wieder "W. R. Foster´s factory" notiert ist, was nicht ganz passt), denn es ist im Branchenteil nur ein Bleistiftspitzerhersteller verzeichnet.

 

1884-07-15: "Carriage-wheel"

Schließlich meldete Walter K. Foster nochmal am 1. November 1883 sein letztes, wieder mit dem Bleistiftspitzen im Zusammenhang stehendes Patent "Pencil-sharpener holder" an, was dann am 22. Januar des Folgejahres 1884 ausgegeben wurde.

Im Adressbuch von Wakefield gibe es 1886 folgenden Eintra unter pencil sharpener Manufacturer:

"Foster Walter K. & Co., Main, cor. Summer"

Walter Kittredge Foster starb am 23. September 1889 in Stoneham im Alter von 77 Jahren an Magenkrebs. Möglicherweise war er an seinem Lebensende mal kurz im Nachbarort Stonehams Wakefield ansässig. Dort wurde er begraben.

 

Foster Manufacturing nach dem Tod von Walter K. Foster

In Nason and Varney's Massachusetts Gazetteer erschien im Jahr 1890 folgender Text über Stoneham:

"The recent State census shows that the number of farms in this town is 27; whose aggregate product, in 1885, was valued at $47,361. The 34 shoe factories employed about 1,300 persons, and made goods in that year to the amount of $2,209,125; and the five tanneries and currying shops employed nearly 200 men, and turned out leather to the value of $707,326. Other manufactures were furniture, food preparations, machinery, artisans' tools, tennis and base balls, drugs and pills, pencil sharpeners, rubber goods, and various articles of clothing. The value of all goods made was $3,114,259. The savings bank at the close of last year carried deposits to the amount of $523,280. The population was 5,659; of whom 1,547 were legal voters. "

In der Stadt ist also vor allem viel Schuhindustrie angesiedelt, aber auch die Produktion von Bleistiftspitzern wird erwähnt.

In einem Adressbuch diesen Jahres erschien folgende aufschlussreiche Annonce:

Die Foster Manufacruring Company ist noch in Stoneham ansässig, nämlich in "Benton´s Building", Ecke Main und Summer street. Sie wird geleitet von J. R. Foster. der uns schon 1882 in Stoneham begegnet ist.

Hergestellt wird der "Patent Long Bevel" Bleistiftspitzer. Der Begriff "long bevel pencil sharpener" taucht aber schon 1879 in zwei Zeitungen aus Pennsylvania ohne hinweise zu Art und Hersteller des Bleistiftspitzers auf. Die amrikanische Firma Cutter-Tower Company vermarktete bereits vor 1885 einen "Perfect Long Bevel pencil sharpener".

Außerdem ist im Adressbuch 1890 eingetragen:

"Foster Jonas R. manager of Foster Manuf. Co., Main, c. Sommer, h. Rowe´s Hill, Main" und

"Foster Walter K., h. Marble, c. Lincoln"

Walter K. Foster taucht hier also noch mal mit einer (scheinbar neuen) Anschrift auf, obwohl er wie oben geschrieben 1889 gestorben war.

Auch 1892 ist die Firma noch in Stoneham ansässig.

Im 1892er Adressbuch von Stoneham ist die Wohnadresse von Sarah A. Foster nun nach dem Tod ihres Mannes weiterhin mit "h. Central, n. Pleasant" notiert.

Im Jahr 1893 ist die Foster Manufacturing Co. dann in Boston angesiedelt, wie folgender Eintrag im Bostoner Adressbuch beweist:

"FOSTER MANUFACTURING CO. pencil sharpeners, 8 Medford"

Auch Jonas R. Foster ist dort gemeldet, wobei noch der Zusatz "h. Watertown" dasteht.

Beginnend im September 1893 schaltete Foster Manufacturing Annoncen für ihren K&S Bleistiftspitzer ("K&F" steht dabei für "Knife and File") im American Stationer bis mindestens September 1894:

Im Stonehamer Adressbuch von 1894 steht "rem. to Watertown", also war er tatsächlich nach Watertown verzogen.

Hier nun eine sehr schöne Anzeige aus diesem Adressbuch:

Die FOSTER MANUFACTURING CO. ist also in Boston 8 Medford street angesiedelt. Die Medford street war eine lange Straße (wohl über 500 Hausnummern), die durch die Bezirke 3 und 4 führte. Hier aus dem Straßenverzeichnis:

Die Straße gibt es heute noch mit genau der gleichen Streckenführung, sie verläuft nahe zu Hafenanlagen. Im Bereich der Nummer 8 verläuft heute die Tobin Memorial Bridge über die Meford street, Häuser stehen an dieser Stelle nicht mehr.

In der Anzeige steht "The Oldest Manufactures of Pencil Sharpeners", womit klar ist, dass die Firma auf Walter Fosters Firma zurückgeht.

Es werden der Spitzer COLUMBUS (Nr. 1492) un ein Doppelspitzer mit Gehäusedeckel zum Aufklappen mit Bezeichnung K&F PENCIL SHARPENER beworben. Ein Markenzeichen dafür wurde eingetragen.

Die Nr. 1492 im Zusammenhang mit Columbus steht tatsächlich für die Entdeckung Amerikas. Etwa 1891 wurde der Begriff "Columbus" mit den Zahlen 1492 und 1892 (400 jähr. Jubiläum) geschützt, wobei noch nicht klar bewiesen ist, von wem. Aber der bekannte Schreibwarenhersteller A W Faber hat eine Marke COLUMBUS für Bleistifte und die wurde früher auch im Zusamenhang mit der Jahreszahl 1492 eingesetzt, siehe folgendes Bild:

Hier eine Anzeige aus einem amerikanischen Bürowarenkatalog von wahrscheinlich 1898, in der für einen COLUMBUS - Bleistfiftspitzer geworben wird:

Laut Zeichnung ist er wohl von E. Faber und sieht auch etwas anders aus, als das obige Prinzipbildchen von Foster.

1894 erscheint die Firma und auch Jonas Foster nicht mehr im Bostoner Adressbuch. Es gibt einen Hinweis, dass das Geschäft 1894 von Boston nach Watertown verlegt wurde. Tatsächlich war die Firma 1894 nachweislich in Watertown angesiedelt,

Dazu folgende Auszüge aus einer amerikanischen Zeitschrift von 1894:

"The " Knife and File" pencil sharpener, manufactured by the Foster Manufacturing Company, Watertown, Mass., is a very handy little article, and possesses merits not found in an ordinary pencil sharpener. With this sharpener a long or short point can be given to the pencil, as desired, the wood part being cut away by a steel knife and the lead reduced upon the file surface. The knife is self adjusting and can be changed in a moment, when dulled. Extra knives are furnished, put up in a little nickel tube. The sharpening device, knife and fiat file, are secured in the end of a small metal box, which serves to catch the wood and lead cut from the pencil. The sharpener can be carried in the pocket for ready use or kept upon the desk as convenience may require. Stationers not conversant with this pencil sharpener ought to look it up, for it is entitled to attention. "

und

"Producing long or short point at will.

The knife is self adjusting and when dulled can be quickly replaced with new knife by the turn of the thumbscrew. Three extra knives in nickel tube, 10 cents. Send 35 cents for sample outfit.

Foster Manufacturing Company, WATERTOWN"

Die Konstruktion geht auf ein Patent eines gewissen Luther Hall Bellamy, der aus Kanada stammte, zurück. Er wohnte 1891 in Chicago, Stafford´s Hotel und bezeichnete sich als Erfinder. Das Patent wurde unter dem Titel "Implement for sharpening pencils" am 16. Februar 1892 erteilt. Die Bezeichnung Erfinder lässt ja darauf schließen, dass es noch andere Erfindungen gibt, das ist aber nicht so der Fall. Eine Person gleichen Namens, wohnhaft in Brockville, Ontario in Kanada hatte am 3. November 1885 ein US-Patent "Horseshoe" erhalten. Dieser Bellamy erhielt später am 23. März 1897- jetzt in New York wohnend - ein weiteres Patent "Horseshoe-pad". Da ja beide Personen aus Kanada stammen, könnte es sich um ein und dieselbe Person handeln.

Nun aber die Patentzeichnungen des Bleistiftspitzer-Patentes:

Wie sah der weitere Weg von Jonas Foster aus? Er wohnte weiter in der Bostoner Gegend, aber zog mehrfach um.

Im Adressbuch von 1895 des Ortes Medford ist er wie folgt verzeichnet:

"Foster Jonas R. (97 Water, B.), house 20 Forth, W."

1896 und 1897 wohnte er im benachbarten Somerville, wie folgender Eintrag zeigt:

"Foster Jonas R., h. 45 Gorham"

1898 wird dann die Adresse in Somerville mit "Foster Jonas R. inventor, h. 49 Hawthorne, W. S." angegeben.

Für die Jahre 1898 - 1902 findet man auch die Somerviller Adresse:

"Foster Jonas R., h. 14 Victoria, W. S."

1903 wohnte er dann direkt in Boston, im Adressbuch heißt es "Foster Jonas R. inventor, h. 358 Longwood av."

Am 31. Januar 1900 starb Sarah A. Foster in Stoneham, wo sie wahrscheinlich nach dem Tod ihres Mannes die ganze Zeit wohnte. Sie wurde in Boston beerdigt.

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1857 - Joseph W. Strange / Samuel Darling (USA)

Joseph W. Strange patentierte gemeinsam mit Samuel Darling eine Verbesserung eines Handbleistiftspitzers und verkaufte diesen auch.

Joseph W. Strange - Aus seinem Leben

Er wurde am 7. August 1811 iin Dighton (Dorf neben Taunton / Massachusetts) geboren. Seine Eltern waren Joseph Strange (geb. 13. Februar 1778 in Freetown, Bristol, Massachusetts ) und Amitta od. Anitta Strange (geb. Briggs, geb. 1797). Die Familie stammte väterlicherseits aus der Gegend. Bereits sein Großvater wurde 1721 in Freetown, Bristol geboren, er stammte wohl von einem John Strange ab, der im 17. Jahrhundert von Wales als einer der ersten Siedler nach Freetown kam. Joseph hatte 3 Brüder und 3 Schwestern.

Joseph war Mechaniker/Maschinist und arbeitete zunächst bei Crocker & Richmond. Obwohl er auch eine Predigerausbildung hatte bzw. als solcher arbeitete, überwog doch sein technisches Interesse. Gemeinsam mit seinem Bruder Elias meldete er ein Patent mit dem Titel "Improvement in vertical cylindrical steam-boilers" an, was am 29. September 1836 erteilt wurde. Er war erst 25 Jahre und es ist insofern interessant, weil dieses Patent eines der überhaupt ersten (Nr. 34) nach Einrichtung des neuen Patentamtes in den USA im Jahr 1836 war (das vorige war abgebrannt und mit ihm gingen auch die meisten Unterlagen verloren).

Am 21.09.1834 heiratete er in Taunton Margaret Augusta Hodsdon (geb. 2. Juli 1813). Ihre Eltern waren Ebenezer Hodsdon (1792–1838) und Ruth Goodwin Blake Hodsdon (1791–1849). Sie hatte noch 3 jüngere Geschwister und zwar Mercy Susan Hodsdon Webb (1815–1887), Horatio Edwin Hodsdon (1817–1875) und Ebenezer Augustus Hodsdon (1820–1907).

Im Jahr 1849 ging er nach Bangor (Maine). 1850 wohnten in seinem Haushalt neben seiner Frau Margaret die Kinder Joseph B. (15 Jahre), Eben H. (12), Isabel (8) und Frederick R. (4). 1951 wird seine Adresse mit "east and Central bridge, h Kenduskeag Avenue" angegeben, 1855 dann mit "central, h hammond" und schließlich 1859 "columbia, h 151 hammond". 1860 wohnten er und seine Frau Margaret mit den Kindern Isabel(la?) (18), Frederic (14), Clarance (7), sowie der Haushälterin Mary Hardy (18 Jahre, aus Irland) zusammen.

1853 war er Sekretär der Bangor Mechanic Association. Anfang diesen Jahres gibt es eine Info, dass er eine Gießform und gegossene Muster in "Britannia" ausstellte. "Britannia" ist eine Bezeichnung für eine Hartzinnlegierung, hauptsächlich aus Zinn mit Zusätzen von Kupfer oder/und Antimon bestehend. Sie wird im englischen auch als "Pewter" oder "White Metal" bezeichnet. 1856 taucht er im Branchenverzeichnis unter "Die Sinker and Letter Cutter" ansässig in Bangor auf.

Seine Frau Margaret starb wahrscheinlich am 2. Juli 1876 (also an ihrem Geburtstag ?!).

Joseph W. Strange hatte neben dem bereits erwähnten aus dem Jahr 1836 und den später vorgestellten Bleistiftspitzer-Patenten u. a. folgende weitere US-Patente inne:

Improvement in Spring Dividers, Self-fastening dress-hook, Improvement in Spring Dividers (1860),

Improved Insertible Saw-Tooth (1867)

Improvement in Detachable saw teeth, improvement in tension mechanisms for sewing, improvement in steering apparatus, Improvement in rotary valves and cut-offs (1869 - 1873)

1872 stellte er eine von ihm gebaute Dampfmaschine aus. Im Jahr 1873 wurde offensichtlich eine von ihm patentierte Steuereinrichtung in den Dreimastschoner Anna W Barker eingebaut.

Zur Volkszählung 1880 - nun Witwer - wohnte er in Bangor, Hammond street 151. In seinem Haushalt waren noch John F. Foster (45 Jahre) und Margaret I. Foster. Margaret (geb. etwa 1842) war wohl seine Tochter und Ehefrau von John F. Foster. Ob es da einen Zusammenhang mit der Familie des Bleistiftspitzerherstellers Walter K. Foster gibt ist unklar, Foster ist ja ein sehr häufiger Name. John Foster wohnte eventuell auch 1870 schon in Bangor, da wird sein Beruf mit "Painter" angegeben und seine damalige Ehefrau mit Belle Foster benannt.

Im Jahr 1889 siedelte er wieder in seinen Geburtsort Taunton über und arbeitete dort weiter bis zu seinem Tode am 6. Februar 1895 (Schlaganfall). Er wurde auf dem Mount Hope Cemetery in Bangor beerdigt. In Taunton ist in seinem Todesjahr noch die Firma Joseph Strange & Son. (F. R.) als "steel letter cutters, silver 2" verzeichnet. Dahinter steht sein Sohn Frederick R. Strange (geb. Mai 1846) der dort auch 1910 mit dieser Adresse und Tätigkeitsbezeichnung eingetragen ist.

Samuel Darling - Aus seinem Leben

Samuel Darling wurde am 17. April 1815 in Groton / Vermont geboren.

Er war ein erfolgreicher Entwickler und Unternehmer seiner Zeit. Zunächst war er Landwirt in Maine, hatte aber ein Talent für mechanische Dinge.

Am 10. Mai 1846 heiratete er in Groton / Vermont Narcissa Heath (?). Narcissa war am 21.06.1818 in dieser Stadt geboren. Im Jahr 1846 arbeitete er in einem Maschinengeschäft in Bangor. 1848 wohnte er dort "h cumberland" und arbeitete als Maschinist bei F. Murry & Co.

1852 erhielt Samuel Darling ein Patent "? graduating engine " und begann mit der Herstellung von Maßstäben und Winkeln in Bangor, zunächst zusammen mit Edward H. Bailey. Nach einem Jahr tat er sich mit Michael Schwartz zusammen, einem Sägenhersteller und Händler aus der Stadt. Er war für die technische Entwicklung verantwortlich, Herr Schwartz machte die Finanzen. Sie produzierte mit der Kennzeichnung "D. & S."

Im Mai 1866 löste er die Zusammenarbeit mit Schwartz und formierte eine gemeinschaftliche Firma mit seinen Wettbewerbern J. R. Brown und Lucian Sharp, die vorher unter J R Brown & Sharp firmierten. Der Sitz war Providence (Bundesstaat Rhode Islands). Der folgende Ausschnitt aus einer Tageszeitung von Bangor zeigte die Umwandlung an:

 

Die Firma Darling, Brown & Sharpe bestand so bis 1892, als er seine Anteile an Oscar J. Beale verkaufte.

1870 wohnte er mit seiner Frau Narcissa (53 Jahre) und seiner Tochter Mary E. (14) zusammen.

Samuel Darling A passion for secrecy Samuel Darling, a Maine farmer with a natural bent for mechanics, went to work in a Bangor machine shop in 1846. Not long after J.R. Brown had invented his automatic graduating machine, Darling had

In 1852 Samuel Darling and Edward Bailey also commenced the manufacture of steel rules in Bangor, Maine. This partnership manufactured the famous "Bangor Scales" until 1866, when Darling formed a partnership with Joseph Brown an

Your “Pocket Vernier Caliper” was designed by Samuel Darling while he was working in Bangor, Maine in the tool making partnership of Darling & Schwartz. When Darling dissolved his business and joined with Joseph R. Brown and Lucian Sharpe in 1866 to form the Darling, Brown & Sharpe company, most of the Darling & Schwartz product line was incorporated into the new company’s offering of small precision tools.

In einem Adressbuch der Stadt Bangor von 1859 findet sich folgender Eintrag: "Darling (& Schwartz) Samuel, machinist, franklin, h 177 french"

Darling & Schwartz, Man. of US and English Measures, Franklin St.

Makers of high quality tools. Typically, their tools were etched or stamped D. & S.

In 1852 Samuel Darling invented a graduating engine and began the manufacture of rules and squares at Bangor. His first partner was Edward H Bailey, but after a year he formed a new partnership with Michael Schwartz, a saw maker and hardware dealer of Bangor. In 1866 they formed a partnership with competitors Brown and Sharpe. The partnership continued as Darling, Brown & Sharpe until 1892, when Darling's interest was bought out

Samuel Darling, also a clever and exacting workman, brought his most experienced workmen and his entire equipment from Bangor, Maine, to Providence by schooner. Samuel Darling sold his interest in the firm in 1892 to Oscar J. Beale, and

Samuel Darling was the mechanical member of the firm, and Mr. Schwartz furnished the money. Mr. Darling built a graduating machine in 1852, and this was in use in Bangor until 1868. As to the accuracy of work done on this machine

Apparatus for Grinding & Shaping Metals (1853)

Manufacture of Metallic Squarestry, Inkstand (1857/1958)

Weighing Apparatus, Inkstand (1864-1867)

Straight Edge, Improved Pen Cleaner, Improved Gas Heaterblacksmith, Improvement in the Manufacture of Metallic Squares (reissued), Improvement in inkstands, Vise Handle Holder, Improvement in Inkstands (1868)

Process & Apparatus for Hardening Files, Improvement in Inkstands (reissued), Pen Cleaner, Improvment in Inkstands, Pencil Sharpener, Inkstands, Improvement in Inkstands (reissued), Inkstand, Improvement in Inkstands, Improvement in Inkstands (reissued) (1870 - 1877)

Compensating Errors in Screw Dividing Engines, Dividing Engine, Graduated Measuring Rulerules, Art of Manufacturing Mathematical Instruments, Micrometer Gage for Wire & Sheet Metalmicrometers, Metallic Try Square, Screw Nut, Gas Heating Apparatus, Micrometer, Graduated Measure of Length, Micrometer Gage, Comparator, Inkstand, Bevel & Protractor, Try Square, Inkstand, Pen Cleaner, Pen Cleaner Sponge Cup, Center Square, Measuring Rule 1880 - 1887

Er starb am 12. Oktober 1896 in New Haven / Connecticut (Herzkrankheit). Seine Frau folgte ihm am 28. März 1900.

 

Samuel Darling und Joseph W. Strange waren bekannte, erfolgreiche Unternehmer in ihrer Zeit. So kann man in einer nicht datierbaren Quelle lesen:

"Hiram Leonard, Samuel Darling and Joseph W. Strange were three men who lived and worked In Bangor many years, each of them achieved an almost world-wide reputation. Probably every one who lived here 20 or 30 years ago has heard the names of these men, many of them know each personally, and many of even the younger generation remember Mr. Strange. "

 

Die Bleistiftspitzer von Strange und Darling

Am 22. September 1857 wurden Joseph W. Strange und Samuel Darling (Bangor, Maine) ein amerikanisches Patent mit dem Titel "Pencil Sharpener" erteilt.

Hier die Zeichnungen aus dem amerikanischen Patent:

Mit Datum 18. Dezember des gleichen Jahres wurde das Patent (Nr. 3111) auch in England geschützt:

Hier eine kurze Beschreibung:

Der Bleistiftspitzer wurde in der damals existierenden Firma J. W. Strange & Co in Bangor hergestellt und unter der Bezeichnung "Strange´s pencil sharpener" vermarktet.

Im Bangor Daily Whig and Courier wird im Oktober 1858 geschrieben:

Spätestens im Februar 1858, also etwa 6 Monate nach der Patentanmeldung muß der Verkauf der Spitzer erfolgt sein, wie einige Annoncen in verschiedenen Zeitungen beweisen.

Ende Februar 1858 erschien im Buffalo Morning Express (Buffalo, New York) folgende Annonce:

Der Anspitzer wurde auch wie hier in dem Text als "Patent double pencil sharpener" bezeichnet.

Im März diesen Jahres wurde in der Alexandria Gazette (Alexandria, Virginia) folgende Notiz wiedergegeben:

Weiterhin erschien im März (wie auch im Folgemonat April) in dieser Zeitung eine Annonce:

Dieser Text ist deshalb so interessant, weil auch ein Preis von 13 cent pro Stück angegeben wird.

Ebenso im März 1858 erschien in The Buffalo Commercial (Buffalo, New York) diese kleine Anzeige:

Auch in diesem Monat wurde in der Pittsburgh Daily Post (Pittsburgh, Pennsylvania) wie folgt annonciert:

In der gleichen Zeitung diesen Monats ist noch eine weitere, größere Annonce enthalten:

Im Fayetteville Semi-Weekly Observer (Fayetteville, North Carolina) wird im Juni 1858 geschrieben:

Im Oktober wurde in der New York Times folgender Hinweistext veröffentlicht:

Man warnt vor Nachahmungen und weist darauf hin, dass nur Anspitzer mit den eingravierten Patentdaten echt sind.

Im November 1858 erschien ein Buch mit einer großen Anzeige von Cook, Merritt & Brown, in der es neben Burnet´s Anspitzvorrichtung auch um Strange´s Pencil Sharpener geht:

Im Januar 1860 wird schließlich im The Buffalo Commercial für Strange & Co´s Double Cone Pencil Sharpener geworben:

 

Am 27. Juni 1871 erhielt Samuel Darling, nun in Providence / Rhode Island wohnend, ein Patent "Improvement of pencil-sharpeners". Hier der einleitende Text und die Patentzeichnungen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im November 1873 wurden in der amerikanischen Zeitung Publishers' Weekly neben den Bleistiftspitzern Eureka und Excelsior auch Darling´s pencil sharpeners angeboten:

Dabei wird es sich vermutlich um die Mitte 1871 patentierte Vorrichtung handeln.

Verbreitung der amerikanischen Bleistiftspitzer aus Bangor außerhalb der USA

Anders als die Entwicklungen vorher fanden die neuen amerikanischen Spitzer - und damit sind ganz offensichtlich die Spitzer von Foster und vielleicht auch Strange/Darling gemeint - schnell auch außerhalb der USA Verbreitung. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass es noch kein Telefon gab und auch alles mit dem Schiff über den Ozean transportiert werden musste. Bisher wurden wohl lediglich die Vorrichtungen von Cooper/Eckstein aus England und Marion aus Frankreich in begrenztem Maße überregional verbreitet.

Großbritannien

Bereits im April 1857 wurde im Londoner The Guardian diese Anzeige veröffentlicht:

Im Mai 1857 dann im The Bristol Mercury and Daily Post, Western Countries and South Wales Advertiser:

Im Juli 1857 steht diese kurze Info in der Times:

Im August 1857 steht folgende kuriose Meldung in der Londoner Morning Chronicle:

Auch im August diesen Jahres wird im schottischen Glasgow Herald geworben:

Seit September 1857 erschien in der Zeitung The Lancaster Gazette über viele Monate bis mindestens März 1859 eine Annonce zum "New American pencil pointer":

Im Oktober 1857 erschienen die folgenden zwei Anzeigen in den Zeitungen The Huddersfield Chronicle and West Yorkshire Advertiser und The Huddersfield Chronicle and West Yorkshire Advertiser:

Irland

Auch in Irland waren die neuen amerikanischen Bleistiftspitzer schnell eingeführt. Dies beweist die folgende Anzeige vom Juli 1857 aus dem Dubliner The Freeman's Journal:

Deutschland

Auch in Deutschland werden bereits im August 1857 im Fränkischen Kurier "amerikanische Spitzer" angeboten:

Man darf vermuten, dass es sich um die Spitzer von Foster handelte. J. G. Kugler wirbt auch im September diesen Jahres im Nürnberger Friedens- und Kriegs-Kurier für diese Spitzer.

Im Regensburger Tagblatt wirbt der Schreibwarenhändler J. Degener im Oktober 1857 für "aecht amerikanische Bleistiftspitzer".:

Im Oktober wird in den Hamburger Nachrichten für amerikanische Bleistitspitzer geworben:

 

Auch im Oktober wird in der gleichen Zeitung von einem anderen Händler ganz explizit für "W. K. Fosters Patent Pencil Sharpeners" geworben:

Im November des Jahres annonciert in der gleichen Zeitung Jakob Krippner diese Bleistiftspitzer:

Im Dezember 1857 erscheint folgende Anzeige vom schon erwähnten J. G. Kugler im Nürnberger Friedens- und Kriegs-Kurier:

In diesen Monates findet sich diese Annonce im Fränkischen Kurier.

Auch noch im Dezember annoncieren die Leipziger Gebrüder Tecklenburg in der Leipziger Zeitung:

 

Auch in der Magdeburgischen Zeitung werden im Dezember Bleistiftspitzer angeboten, wenn auch nicht als "amerikanisch" bezeichnet.

 

Weiterhin eine Anzeige aus dem Intelligenzblatt der freien Stadt Frankfurt von Anfang 1858:

In Wieck´s F. G. deutsche illustrierte Gewerbezeitung des gleichen Jahres findet sich folgende interessante Info:

Wer war dieser Herr Galle aus Leipzig? Er war sehr aktiv in dem Gewerbeverein und führte dort manchmal was vor (u. a. Galle ´s Schriftenhalter und Schreibpult). Um den Königlich-Sächsischen Telegraphendirektor zu dieser Zeit, nämlich Carl Louis Galle, wird es sich wohl nicht gehandelt haben. 1858 gibt es zwei passende Namen im Leipziger Adressbuch und zwar Franz Louis Galle, Bürger von Leipzig und Hausbesitzer auf der Reichsstr. 55 und Friedrich Moritz Galle, Oberpostsekretär, Kreuzstr. 9.

Noch interessanter ist folgender Beitrag von Herrn Wieck, der dem Jahr 1858 oder sogar schon 1857 zuzuordnen ist:

Noch viel informativer ist folgender Artikel aus dieser Zeitung:

In der Bayreuther Zeitung aus dem Jahr 1859 steht folgende Annonce von Reohart Vollmann:

Ganz unten kann man lesen "amerikanische Bleistiftspitzer à 9 kr.".

In einem in London 1860 erschienenen Buch steht folgende Information über ??

 

Österreich

In der Bozner Zeitung werden die Spitzer 1864 angeboten mit dem Text "Bleistiftspitzer, amerikanische (sehr praktisch) 20 kr." Sicher gab es sie auch schon eher in Österreich, aber es tauchte bisher eben noch kein Werbetext mit dem ausdrücklichen Hinweis "amerikanisch" auf.

Frankreich

Im Juli 1858 erschien im französischen Journal des débats politiques et littéraires folgende Anzeige:

 

Die Aktivitäten der Amerikaner Joseph Bagot, William Burnet, Gerard Sickels und werden weiter auf der Bleistiftspitzer-Seite für den Zeitraum 1851 bis 1860 behandelt. Dem Leben und Wirken von Archibald G. Shaver ist eine eigene Seite gewidmet.

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Hier geht es zum Beginn der Geschichte des Bleistiftspitzens (Zeit bis 1850).

Eine Seite informiert über die Spitzmaschinen der Firma Everett Specialty (USA).

Außerdem sind folgende Seiten über verschiedene Spitzmaschinen aus Deutschland online:

Avanti, Simplicia / Clou / Iduna , Jowei / Eros, Ergo / Ergo Extra, Optimax, Fram, Stern und Potz-Blitz

 

 

 

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