Krauthaus & Co (Stern)


Die Geschichte der Krauthaus & Co (Leipzig) und deren Spitzmaschine


Hier wird über die Geschichte der Firma Krauthaus & Co berichtet, die zeitweise Bleistiftspitzmaschinen unter einem eigenen Namen vertrieb (wahrscheinlich nicht herstellte). Dargestellt sind dabei nicht nur Informationen über die Spitzmaschinen selbst, sondern alle Dinge, welche die Firma bzw. den Inhaber Otto Krauthaus betreffen.

Ich freue mich sehr über jeden Hinweis zu Otto Krauthaus, möglichen Familienmitgliedern, seiner Firma, der Spitzmaschine Stern  und anderen Artikeln der Firma (siehe Kontakt). Gern können Sie auch etwas ins Gästebuch schreiben!

zur Übersicht über die Geschichte des Bleistiftspitzens

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Die Firma Krauthaus & Co (Leipzig)                                                                          letzte Änderung: Mai 2026

Im Jahr 1912 findet man im Leipziger Adressbuch erstmals den Kaufmann / Expedient Otto Krauthaus, Er wohnte in Lindenau (1891 eingemeindet)  auf der Leutzscher Str. 33. Dieser im westlichen Teil von Leipzig gelegene Stadtteil war damals durch Fabriken und Gewerbebetriebe geprägt, es wohnten viele Arbeiter dort. 1920 wohnt Otto immer noch dort. Es taucht aber nun auch ein Hans Krauthaus mit Adresse Johannisplatz 13 auf. Dort ist nun auch eine Firma Krauthaus & Co aktiv. Neben Hans Krauthaus ist auch ein Friedrich Walther (Borna) Inhaber. Es ist eine Firma für Haus- und Küchengeräte, wohl aber als Handelsvertretung. Ab 1922 ist die Firma dann auf der Weststr. 13 ansässig, Otto Krauthaus zieht im Jahr danach zur Weststr. 27 um. Im Jahr 1924 ist nun das Büro auf der Wiesenstr. 13, während das Lager auf der Weststr. 13 bleibt (siehe unten abgebildete Rechnung, letztere Adresse verschwindet 1927). Otto Krauthaus zieht 1934 in die Firmenadresse Wiesenstr. 13 und es taucht eine Karoline Krauthaus (Witwe) auf der Ratzelstr. 85 auf. War Hans gestorben und Otto übernahm als Familienmitglied die Geschäfte? Im Jahr 1936 taucht neben dem Büro auf der Wiesenstr. 13 außerdem ein Betrieb auf dem Ranstädter Steinweg 28 - 32 auf. Im Folgejahr wird für den Betrieb schon wieder eine andere Adresse angegeben, nämlich Thomasiusstr. 20. 1940 ist dann wieder alles ganz anders. Otto Krauthaus und das Büro der Firma ziehen um auf die Leibnizstr. 10, der Betrieb ist auf der Angerstr. 13/15.

Auch nach dem 2. Weltkrieg war die Firma noch aktiv. 1949 betrieb sie einen Bettengroßhandel auf der bereits genannten Leibnizstr. 10 und eine Polstermöbel- und Matratzenfabrik auf der Angerstr. 13/15. Der Verkauf von Polstermöbeln ist auch für das Jahr 1951 belegt. Im Jahre 1968 ist Otto Krauthaus und die Krauthaus & Co immer noch unter der Adresse Leibnizstr. 10 eingetragen. 

Das Haus Leibnizstrasse 10 war 1869 von Otto Klemm in Anlehnung an die ital. Renaissance gebaut worden. In der DDR war unter der Adresse auch der Prisma-Verlag (Zenner & Gürchott) ansässig.

So sieht das Haus heute aus (zumindest heute diese Adresse):


Stern - Die Bleistiftspitzmaschine der Krauthaus & Co.

Wie oben schon erwähnt, war die Firma unter anderem im Büro- und Hausbedarf tätig. Es ist bekannt, dass sie 1924 die Dresdner Spitzmaschine Avanti anbot. Die Maschine wird dabei mit dem originalen Avanti - Firmenschild gezeigt. Auch auf der Leipziger Herbstmesse 1924 stellte sie im Jägerhof Avanti - Maschinen aus:


Folgende Rechnung gibt als Zeitdokument interessante Informationen über die Tätigkeit von Krauthaus & Co :

(fehlt)

Wir erfahren, dass im Februar 1924 an einen Bürowaren-Einzelhändler eine Bleistiftspitzmaschine der Marke Courant (Hersteller: Eugen Courant aus Berlin) verkauft wurde und zwar zum Preis von 15,40 Mark. 

Auf der Frühjahrsmesse im Folgejahr 1925 stellte Krauthaus & Co nun eine eigene Bleistiftspitzmaschine vor. Auch im Jahr 1927 wird sie beworben. Es handelt sich dabei um das Modell "Stern", eine typische Spitzmaschine mit rotierendem 6-teiligen Messerstern vom "Avantityp". Sie scheint baugleich zu sein mit der Spitzmaschine Simplicia, die auch aus Leipzig von der IDEA Maschinenfabrik stammt. Dies sieht man insbesondere auch am Spannfutter. Die Simplicia wurde aber schon wenige Jahre vorher verkauft. Es ist unwahrscheinlich, dass die Stern wirklich in eigener Fertigung hergestellt, sondern eher von der Leipziger Firma IDEA bezogen wurde. Krauthaus & Co verkaufte auch eine Kopierpresse Stern Quart, was nahelegt, dass Stern eine Art Marke der Firma war.

Die Stern wurde wohl nicht oft verkauft, der Herstellungszeitraum ist derzeit unbekannt. Eine Katalog- oder Fotoabbildung kann hier nicht gezeigt werden, auf einer externen Seite kann man sie in Natura sehen.

In einem 1930er Fach-Adressbuch steht die Krauthaus & Co noch unter Bleistiftspitzmaschinen.

In der Papier-Zeitung wird ebenso 1930 allerdings vermeldet "Krauthaus & Co. , Leipzig C 1 , Wiesenstr. 13. Die Abteilung „ Bürobedarf wurde auf Herrn Alfred Walter Schreiber, den Mitinhaber und Mitbegründer der Firma, mit allen Aktiven und Passiven übertragen. Herr Schreiber wird die Spezialgroßhandlung für Bürobedarf unverändert unter seiner Firma A. Walter Schreiber, Leipzig C 1, Wiesenstraße fortführen". In einem Branchenadressbuch von 1935 steht dann folgerichtig der Eintrag: "Avanti" (Bleistiftmaschinen), Schreiber, A. Walter, Leipzig C-1, Wiesenstr. 13. Zu dieser Zeit betrieb dieser Walter A. Schneider dort einen Bürowaren-Großhandel, während auch die Krauthaus & Co dort noch ihren Sitz hatte, allerdings allgemeiner mit "Vertretungen" notiert. Auch 1940 hatte Schneider noch einen Bürohandel, dann aber mit Wiesenstr. 7 im Adressbuch eingetragen.

Weitere Büroartikel von Krauthaus & Co.

In der obigen Rechnung aus dem Jahr 1924 ist neben der Kopierpresse Stern Quart auch der Verkauf von Briefwaagen und einem Stenogramm-Halter notiert. Die Zahlen hinter den Artikeln weisen auf einen (umfangreicheren) Katalog hin. In einem Fach-Adressbuch von 1930 ist Krauthaus & Co. unter Heftmaschinen aufgeführt. Außerdem hatten sie in diesem Jahr drei Markennamen für Heftmaschinen inne und zwar: Fix, Falz und Puck. Allerdings sind Geräte solchen Namens bisher unbekannt.

In der Papierzeitung erschien 1930 folgender Text: "Krauthaus & Co., Leipzig C 1, hat neuerdings eine kleine Briefwaage „Blick“ herausgebracht, die als Übergewichtswaage ausgebildet ist. Sie bleibt, wenn ein daraufgelegtes Poststück weniger als 20 g wiegt, in Ruhe und gibt sofort einen starken Ausschlag, sobald das Gewicht auch nur um eine Kleinigkeit überschritten wird."


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Anfänge bis 1832        Zeit von 1833 bis 1850        Zeit von 1851 bis 1860

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